Veranstaltungen

15. September - 27. Oktober

Deutschland zwischen Besatzungszonen und Zwei-Staaten-Lösung (1945–1957)

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte…

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte beschlossen die Teilung des Landes in vier Sektoren. Diese Teilung bestimmte das Leben und nahm Einfluss auf die Verwaltung in den einzelnen Sektoren. So auch auf ihre Post und die Gestaltung der Briefmarken. Heute fungieren diese als stumme Zeitzeugen und geben Aufschluss über Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung der Besatzungsmächte. So spiegeln sie die Bewältigung der nationalsozialistischen Vergangenheit wider und präsentieren neue Vorbilder und Werte.
Die Basis für diese Ausstellung bildet die Briefmarkensammlung von Uwe Lejeune, welche er der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung wird in sechs Themenblöcken von je sechs Wochen Laufzeit vor der Bibliothek (2. Etage) gezeigt.
Laufzeit der Ausstellung: 15. September bis 27. Oktober

25. Oktober - 15. Januar

Bohuslav Fuchs – Architekt der Avantgarde

Ausstellungseröffnung: 25. Oktober 2017 – 18.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 26. Oktober 2017 bis 15. Januar 2018

Brünn/Brno – heute die zweitgrößte…

Ausstellungseröffnung: 25. Oktober 2017 – 18.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 26. Oktober 2017 bis 15. Januar 2018

Brünn/Brno – heute die zweitgrößte Stadt Tschechiens ist so etwas wie ein Bilderbuch des Bauens im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. In »Klein-Wien« mit einer blühenden Textilindustrie gab es damals genügend Bauherrn, die nicht nur Geld, sondern auch Lust auf Neues hatten. So entstand in Brünn/Brno eine solche Dichte an funktionalistischen Bauten, wie es sie damals nur in Frankfurt, Rotterdam und Tel Aviv gab. Wohnsiedlungen für die Arbeiter, ein riesiges Messegelände, Villen, Hotels, Kinos, Cafés, Läden, Schwimmbäder, Tanzhallen, Bars, Grabanlagen. Neben der Villa Tugendhat von Mies van der Rohe bauten viele tschechische und deutsche Architekten im Sinne der Moderne. Einer von ihnen war Bohuslav Fuchs (1895–1972), dessen Bauten man heute auf Schritt und Tritt in Brünn wiederfindet. In der Ausstellung kommen zwölf tschechische und slowakische Architekten unserer Zeit zu Wort, die ausgewählte funktionalistische Bauten von Bohuslav Fuchs kommentieren – beispielsweise das Café Zeman als eines seiner ersten realisierten Projekte, das ikonische Hotel Avion, die monumentale Trauerhalle auf dem Brünner Zentralfriedhof oder das weitläufige Stadtbad Zábrdovice. Die Aussagen werden mit ergänzenden Dokumentationen, historischen Fotografien und aktuellen Fotos vom heutigen Zustand der Bauten belegt.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

Begleitprogramm: Film am 15.November über Bohuslav Fuchs

27. Oktober, 19:00 - 21:00

Jaroslav Durych: Unerkannt durch Deutschland

Lesung und Gespräch mit der Übersetzerin Brigit Krehl
Trotz angeblicher Reiseunlust begibt sich der tschechische Romancier und Militärarzt Jaroslav…

Lesung und Gespräch mit der Übersetzerin Brigit Krehl
Trotz angeblicher Reiseunlust begibt sich der tschechische Romancier und Militärarzt Jaroslav Durych (1886–1962) im Sommer 1925 von Mähren aus auf eine Eisenbahnreise durch den Nordosten Deutschlands. Nicht als »rasender Reporter« wie der Prager Egon Erwin Kisch, sondern misstrauisch und unauffällig wie ein »Schakal« will er »durch Deutschland schleichen«. Anlass für die Reise ist sein Vorhaben, einen Roman über den böhmischen Adligen und legendären Feldherrn Wallenstein zu schreiben. Als Reiseziele wählt er deshalb Stralsund, Magdeburg und Lützen, einst Schauplätze dieses Krieges, während die Großstädte Berlin, Leipzig und Dresden nur Zwischenstationen sind. Nicht zu übersehen ist indes, dass das Interesse des Autors weitaus mehr dem gegenwärtigen Deutschland und den »befremdlichen« Deutschen gilt, hat er doch neben einer Wallenstein-Monographie auch jede Menge Klischees und Ressentiments im Gepäck. Jaroslav Durych gehörte in der Zwischenkriegszeit zu den renommiertesten und sprachgewaltigsten tschechischen Autoren. Durychs Reiseerzählung Unerkannt durch Deutschland ist, mit Ironie und Selbstironie nicht geizend, eine unterhaltsame, oft auch amüsante Lektüre.
Birgit Krehl, die das Buch ins Deutsche übertragen hat, ist Bohemistin und promovierte Literaturwissenschaftlerin. Seit 2000 ist sie mit dem Schwerpunkt Polonistik als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Slavische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Potsdam tätig.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

04. November, 15:00 - 17:00

Mein Luther – Zwei Perspektiven auf den Reformator

Vortrag von Dr. Sabine Grabowski und Prof. Dr. Winfrid Halder zum Reformationsjahr 2017
Martin Luther und seine Werke werden nicht nur von Theologen…

Vortrag von Dr. Sabine Grabowski und Prof. Dr. Winfrid Halder zum Reformationsjahr 2017
Martin Luther und seine Werke werden nicht nur von Theologen kontrovers diskutiert. Der Reformator ist eine höchst spannende Persönlichkeit, die genügend Anlass zum kritischen Hinterfragen gibt. Wie beurteilen Historiker im Jubiläumsjahr den Reformator aus Thüringen? Wie beeinflusst die eigene konfessionelle Prägung den Zugang zu Leben und Werk? In einem Gespräch wollen der katholische Neuzeit-Historiker Winfrid Halder und die evangelische Osteuropa-Historikerin Sabine Grabowski ausloten, welche Bedeutung Luther für die jeweilige Sichtweise hat.

08. November, 19:00 - 21:00

»Schlesische« Liebesgedichte von Barock bis Gegenwart

Lesung und Interpretationen mit Frank Schablewski und Dr. Jürgen Nelles
Liebe ist seit jeher ein beliebtes Thema bei Schriftstellerinnen und…

Lesung und Interpretationen mit Frank Schablewski und Dr. Jürgen Nelles
Liebe ist seit jeher ein beliebtes Thema bei Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Die Kunst, Gefühle in Worte zu fassen und sie in Reim- und Versform zu bringen, ist ihre Ausdrucksmöglichkeit. Jede Epoche gestaltet die Darstellung von Sehnsucht, Verliebtsein und Begehren anders. Doch wo sind die Unterschiede und was bleibt immer gleich? Verstehen wir heute noch, was uns die Barockdichter Andreas Gryphius und Martin Opitz sagen wollen? Wie ansprechend finden wir die Gedichte eines Romantikers wie Joseph von Eichendorff? Fühlen wir mit bei den Texten des Naturalisten Gerhart Hauptmann? Überzeugen uns die modernen Dichter Dagmar Nick und Christan Saalberg mit ihrer Lyrik? Oder sind unsere Hörgewohnheiten nicht völlig andere als in den vergangenen Epochen? Privatdozent Dr. Jürgen Nelles von der Universität Bonn und Dichter und Rezitator Frank Schablewski gehen den Fragen zu Liebe und Leidenschaft, zu Begehren und Entbehren in einem Wechselspiel von Rezitationen und Interpretationen nach.

10. November, 18:00 - 20:00

Andreas-Gryphius-Preis

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und KünstlerGilde e.V. Esslingen laden ein zur feierlichen Überreichung des
Andreas-Gryphius-Preises 2017 der…

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und KünstlerGilde e.V. Esslingen laden ein zur feierlichen Überreichung des
Andreas-Gryphius-Preises 2017 der KünstlerGilde e.V. an Tina Stroheker 

 

  • Begrüßung Prof. Dr. Winfrid Halder - Gerhart-Hauptmann-Haus,  Direktor
  • Preisverkündung Rainer Goldhahn - KünstlerGilde e.V. Esslingen
  • Laudatio Dr. Zdeněk Mareček -  Masaryk-Universität Brno / Brünn
  • Dank - Tina Stroheker


Musikalische Umrahmung »Die TonArt-Cellisten« 

Im Anschluss an die Preisverleihung kleiner Umtrunk

15. November - 15. Januar

»Paarweise« – Collagen von Gabriele Kerkhoff und Sigurd Storch-Cicogna

Ausstellungseröffnung: 15. November 2017 – 16.30 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 16. November 2017 bis 15. Januar 2018

Gabriele Kerkhoff und Sigurd…

Ausstellungseröffnung: 15. November 2017 – 16.30 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 16. November 2017 bis 15. Januar 2018

Gabriele Kerkhoff und Sigurd Storch-Cicogna verarbeiten in ihren Collagen und Fotografien Gefundenes an Formen, Materialien und Dingen, die ihnen auf Reisen in Ost und West begegnen. Beide, die bereits als Keyworker an unserem großen Ausstellungsprojekt »Sammelsurium« beteiligt waren, stellen je 15 Arbeiten zusammen aus.

15. November, 19:00 - 21:00

Evropský architekt Bohuslav Fuchs / European Architect Bohuslav Fuchs

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2016, 57 Min., OmeU, Regie: Pavel Jirásek
Im Rahmen der Ausstellung über Bohuslav Fuchs, den Pionier der modernen…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2016, 57 Min., OmeU, Regie: Pavel Jirásek
Im Rahmen der Ausstellung über Bohuslav Fuchs, den Pionier der modernen tschechischen Architektur, läuft als Preview vor der eigentlichen Premiere beim DokFilm am Mittwoch der sehenswerte und sehr informative Film über Fuchs´ architektonisches Erbe in Brünn. Architekten von heute nehmen die Zuschauer mit zu bedeutenden Gebäuden, die teilweise nicht öffentlich zugänglich sind, erklären Fuchs´ Ideen und die Geschichte der einzelnen Bauten. Der filmische Rundgang auf den Spuren von Bohuslav Fuchs beginnt mit dem Café Zeman (1925/26), das 1964 abgerissen und 1994/95 neu aufgebaut wurde, er führt 
weiter zur Trauerhalle des Zentralfriedhofs (1925/26), zum berühmten Hotel Avion (1926/27), zum Pavillon der Stadt Brno (1927/28) auf dem Messegelände, in das Masaryk-Schülerheim (1929/30), die Mährische Bank (1928–1930), das Stadtbad Zábrdovice (1931/32), die Villa Tesař und das Bahnhofspostamt (1938). Spannende Archivmaterialien wie Briefe, Tagebücher und Interviews, in denen Bohuslav Fuchs selbst zu Wort kommt, ergänzen den Film.

Im Anschluss Gespräch mit dem Drehbuchautor Martin Polák über den Film und das Erbe von Bohuslav Fuchs heute.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

16. November, 19:00 - 21:00

Geschichtspolitik in Russland heute – 100 Jahre nach der Oktoberrevolution

Vortrag von Dr. Irina Scherbakova
Irina Scherbakowa ist Historikerin, Germanistin und Leiterin für Bildungsprogramme der Internationalen Gesellschaft…

Vortrag von Dr. Irina Scherbakova
Irina Scherbakowa ist Historikerin, Germanistin und Leiterin für Bildungsprogramme der Internationalen Gesellschaft für Historische Aufklärung, Menschenrechte und Soziale Fürsorge »Memorial« in Moskau. Seit den 1980er-Jahren setzt sie sich für eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Stalinismus ein. Irina Scherbakowa zählt zu den Gründungsinitiatoren von Memorial. Memorial, eine der bedeutendsten Menschenrechtsorganisationen Russlands, wurde während der Perestroika mit dem Ziel gegründet, vergangenes und fortbestehendes staatliches Unrecht aufzudecken und Opfern von Menschenrechtsverletzungen Beistand zu leisten. Einige Jahre nach Ende des Kalten Krieges sind die Arbeitsmöglichkeiten immer weiter eingeengt: durch gesetzliche Auflagen, Bürorazzien und Verhaftungen von Aktivisten.

In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. und  Heinrich-Heine-Universität, Lehrstuhl Osteuropäische Geschichte

22. November, 19:00 - 21:00

Leben in der Katastrophe. Die russische Revolution 1914–1924

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Baberowski
Zu den einschneidenden Zäsuren des 20. Jahrhunderts gehören die revolutionären Ereignisse in Russland im Jahr…

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Baberowski
Zu den einschneidenden Zäsuren des 20. Jahrhunderts gehören die revolutionären Ereignisse in Russland im Jahr 1917. Die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Osten Europas waren ein tiefgreifender Einschnitt, dessen Nachwirkungen bis heute spürbar sind. 100 Jahre nach Februar- und Oktoberrevolution nimmt der Berliner Osteuropahistoriker Jörg Baberowski das Jahrzehnt des Ausnahmezustands in Russland in den Blick. Professor Baberowski zählt zu den profundesten Kennern der neueren osteuropäischen Geschichte und hat sich mit zahlreichen Veröffentlichungen zu Terror und Gewalt einen internationalen Ruf erworben.

In Kooperation mit: Volkshochschule Düsseldorf

28. November, 19:00 - 21:00

Der Dichter und der Richter

Vortrag von Michael Zeller – ein Fall aus der Praxis des romantischen Dichters E. T. A. Hoffmann
Vor zweihundert Jahren, im Herbst 1817, bringt in…

Vortrag von Michael Zeller – ein Fall aus der Praxis des romantischen Dichters E. T. A. Hoffmann
Vor zweihundert Jahren, im Herbst 1817, bringt in Berlin ein Geselle sein Mädchen um. Der Amtsarzt plädiert auf Strafverschonung, wegen momentanen Wahnsinns bei der Tat. Prominent wird der Fall, als der Kammergerichtsrat E. T. A. Hoffmann eingreift – der bedeutende deutsche Erzähler der Romantik. Der Jurist Hoffmann revidiert das Gutachten des Arztes und verurteilt den Täter zum Tod auf dem Rad. In den gleichen Tagen schreibt Hoffmann abends nach Dienstschluss die Erzählung von Serapion, dem »wahnsinnigen Heiligen«, der als Einsiedler im Wald lebt. Hoffmann modelliert diese Figur zum Ahnherrn jedes Erzählers. »Wie viel Arten von Wahnsinn mag es geben?«, fragt sich der Wuppertaler Schriftsteller Michael Zeller und geht ausführlich diesem ungemein spannenden Fall einer literarischen und juristischen Doppelbestimmung von Wahnsinn nach.

01. Dezember, 18:00 - 20:00

Weihnachtsfest fürs Tannenbäumchen

Ein Theaterstück von und mit Kindern und Eltern
Ein Weihnachtsfest, bei dem nur ein Tannenbäumchen geschmückt wird? Maya meint, das sei ungerecht. Sie…

Ein Theaterstück von und mit Kindern und Eltern
Ein Weihnachtsfest, bei dem nur ein Tannenbäumchen geschmückt wird? Maya meint, das sei ungerecht. Sie möchte in den Winterwald gehen, um alle anderen Tannenbäumchen auch zu schmücken. Ihr Bruder Jonas lacht sie zunächst aus, doch dann begleitet er das Schwesterchen »als verantwortungsvoller älterer Bruder«, denn Maya möchte um keinen Preis von ihrem Wunsch ablassen. Aber im Wald verläuft nicht alles so einfach, wie Maya es sich gedacht hat: Dort herrscht ein wilder Waldgeist, der mit dem Benehmen der Menschen so gar nicht zufrieden ist.

In Kooperation mit: Kin-Top e. V.

06. Dezember, 19:00 - 21:00

Stern über der Grenze

Weihnachtslesung mit Dr. Hajo Buch
Hajo Buch liest bei Glühwein und Lebkuchen Auszüge aus der anrührenden Erzählung von Edzard Schaper. Semjon zieht…

Weihnachtslesung mit Dr. Hajo Buch
Hajo Buch liest bei Glühwein und Lebkuchen Auszüge aus der anrührenden Erzählung von Edzard Schaper. Semjon zieht los in die Nacht, um Licht zu holen. Er möchte für seine vier Kinder das Feuer im eiskalten Haus und die Lichter am Weihnachtsbaum entzünden. Aber es ist Kriegsnacht an der Grenze.

10. Dezember, 10:00 - 16:00

Ostdeutscher Weihnachtsmarkt

mit Kunsthandwerk, Büchermarkt, kulinarischen Spezialitäten aus Russland, Südosteuropa, Schlesien, West-/Ostpreußen und Pommern sowie einem…

mit Kunsthandwerk, Büchermarkt, kulinarischen Spezialitäten aus Russland, Südosteuropa, Schlesien, West-/Ostpreußen und Pommern sowie einem musikalischen Bühnenprogramm

11. Dezember, 19:00 - 21:00

Selbstmord unter dem Kreuz

Vortrag von Markus Baum zum 75. Todestag von Jochen Klepper
Jochen Klepper (1903–1942) war einer der wichtigsten christlichen Schriftsteller des 20.…

Vortrag von Markus Baum zum 75. Todestag von Jochen Klepper
Jochen Klepper (1903–1942) war einer der wichtigsten christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Seine geistlichen Gedichte finden sich in den Gesangbüchern quer durch alle Konfessionen; sein Roman »Der Vater« war ein Bestseller und wird immer noch gelesen. Wer war der Mensch hinter diesen Werken? Das Bekannteste an seinem Leben ist ironischerweise sein tragischer Tod, gemeinsam mit seiner Frau und seiner von Deportation bedrohten Stieftochter, am 10. Dezember 1942. Markus Baum stellt in dem Vortrag seine fundierte, lebendig geschriebene Biografie Jochen Kleppers vor: Es ist eine intensive Begegnung mit dem sensiblen Menschen, eine spannende Reise durch Landschaften und Zeiten, die sein Leben geprägt haben.

In Kooperation mit: Evangelische Stadtakademie Düsseldorf

12. Dezember, 19:00 - 21:00

Janusz Korczak – »König der Kinder« und »Pädagoge der Realität und des Traumes«

Vortrag von Dr. Regina Plaßwilm und Prof. Dr. Daniel Hoffmann
Im Mittelpunkt des Abends steht Janusz Korczak, der als Schriftsteller, Pädagoge und…

Vortrag von Dr. Regina Plaßwilm und Prof. Dr. Daniel Hoffmann
Im Mittelpunkt des Abends steht Janusz Korczak, der als Schriftsteller, Pädagoge und Mediziner weit über die Grenzen seines Heimatlandes Polen bekannt ist. Um 1878 in Warschau als Henryk Goldszmit geboren, publizierte er bereits früh unter dem Pseudonym Janusz Korczak Kinder- und Jugendbücher. Seine Artikel und Bücher für und über Kinder sind in einer literarischen Sprache und Form verfasst, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch unbekannt waren und bis in die Gegenwart Relevanz und Wertschätzung erfahren. Mit der Leitung eines jüdischen Waisenhauses konnte er seine Pädagogik der Achtsamkeit umsetzen.
Sie sollte auch sein Todesurteil bedeuten, da Korczak beim Abtransport der Kinder in das Vernichtungslager Treblinka nicht von ihrer Seite wich und die Kinder in den Tod begleitete. Heute jährt sich sein Todestag zum 75. Mal.