»Ahoj – Erkundung unseres tschechischen Nachbarn«

Schulprojekt mit der St. Benedikt-Hauptschule Düsseldorf-Stadtmitte

Was wissen wir eigentlich über unsere östlichen Nachbarn? Die Schüler und Schülerinnen des Wahlpflichtkurses Geschichte der Klassen 9 und 10 an der St. Benedikt Hauptschule haben sich intensiv mit Tschechien beschäftigt. Sie erarbeiteten mit Hilfe von Kartenmaterial, Filmen und Literatur Grundkenntnisse über die Tschechische Republik und die gemeinsame deutsch-tschechische Geschichte und gestalteten eine eigene Landkarte. Aus ihren Arbeiten entstand ein Beitrag für den NRW-Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa«, der sogar einen Preis bekam. Die Beschäftigung mit Tschechien, seiner Geographie, Geschichte und Kultur erwies sich als so spannend, dass die Schüler beschlossen, das Projekt im nächsten Schuljahr fortzsetzen und ein Kochbuch mit böhmischen, mährischen und tschechischen Spezialitäten zu gestalten.

Alle Rezepte wurden in der Schulküche ausprobiert und die fertigen Gerichte für das Kochbuch fotografiert.


»In fremder Erde ruhen« – Ein Schulprojekt über Kriegsgräber und Zwangsarbeit in Düsseldorf

Zwischen den Düsseldorfer Stadtteilen Angermund und Hubbelrath, Gerresheim und Eller lassen sich auf mindestens zwölf Friedhöfen der Stadt Kriegsgräber aus den 1940er-Jahren finden, in denen vor allem junge Männer ruhen, die polnische, ukrainische oder russische Namen tragen. In einem gemeinsamen Projekt der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf haben sich Schülerinnen des Kunst-Leistungskurses des Cecilien-Gymnasiums Düsseldorf mit der Frage auseinandergesetzt, woher diese Menschen kamen, was sie in Düsseldorf erlebten und warum sie hier beigesetzt wurden.

Bei den Recherchen wurde schnell deutlich, dass es sich hier um Menschen aus dem östlichen Europa handelte, die im Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf Zwangsarbeit leisten mussten, in unmittelbarer Nähe zu den heutigen Wohnungen der Schülerinnen. Die Schülerinnen erarbeiteten aus verschiedenen Dokumenten fiktive Biographien polnischer und russischer Zwangsarbeiter, um diese in einer Graphic Novel darzustellen. Fünf fiktive Geschichten schrieben und zeichneten die Schülerinnen, die in einer Ausstellung im Gerhart-Hauptmann-Haus im Sommer 2018 präsentiert wurden.

Das Projekt wurde durch das Programm »Jugend, Kultur und Schule« 2017/2018 vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf gefördert.


„Deutsch-polnische Begegnung in Breslau“

Die Breslauer Zwerge (poln. krasnale) sind eine Touristenattraktion in Breslau (Wrocław)

Ein Schulprojekt zur Europäischen Kulturhauptstadt in Schlesien

Die Beziehungen zum Nachbarland Polen standen im Fokus eines Schulprojektes mit einer 9. Klasse der Gesamtschule Globus am Dellplatz in Duisburg. Nach einer Phase der Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Geschichte führte eine Studienfahrt die Jugendlichen nach Breslau. Bei der Erkundung der Stadtgeschichte halfen den Schülerinnen und Schülern die vielen Zwerge/Krasnale, die inzwischen Breslaus Straßen bereichern und von besonderen Ereignissen und Eigenschaften der Stadt erzählen. Mit einem Fotowettbewerb dokumentierten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche der Breslauer Stadtzwerge.


„Erinnerungen und Lebensgeschichten“

Der Künstler Christian Boltanski

Ein Schulprojekt zum Werk des Künstlers Christian Boltanski

Mit einem Zeitzeugenprojekt startete der Kunst-Leistungskurs des Cecilien-Gymnasiums in Düsseldorf seine Beschäftigung mit Leben und Werk des Künstlers Christian Boltanski. Die Geschichte von Flucht und Vertreibung, vom Ankommen in der neuen Heimat und der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, erzählt von einer Zeitzeugin aus Schlesien, bot den Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, auf der Grundlage authentischer Erinnerungen den künstlerischen Anspruch von Boltanski in eigenen Installationen umzusetzen.


„Fremd in der Stadt“

Ein Schulprojekt über Flucht und Ankommen 

Krieg, Gefahr, Angst, Bedrohung, Flucht oder Vertreibung. Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat unter Zwang verlassen müssen. Egal ob heute aus Syrien oder nach dem Zweiten Weltkrieg aus den deutschen Ostgebieten, wie Ostpreußen, Pommern oder Schlesien. Alle Flüchtlinge mussten fort aus ihrem Heimatland und ihren Besitz, aber auch Familie oder Freunde zurücklassen. Mit dem Schulprojekt „Fremd in der Stadt“ setzten sich Schülerinnen und Schüler des Leo-Statz-Berufskollegs in Düsseldorf mit der Situation von Menschen auseinander, die aus dem eigenen Land flüchten und ein neues Leben in einer fremden Umgebung beginnen mussten. Sie führten ein Gespräch mit einer Zeitzeugin, die 1945 von Breslau ins schlesische Eulengebirge fliehen musste und von dort 1946 vertrieben wurde, und sie befragten zwei Mitschülerinnen, die erst vor kurzem aus ihrer Heimat Syrien flüchteten. Das Ergebnis des Projektes hielten die Schülerinnen und Schüler in einer Filmdokumentation fest.


„Wir zeigen die Rote Hand“

Ein Schulprojekt über Kindersoldaten

"Kinder sollten spielen, lernen, Freude haben - und nicht Soldaten sein." Zu dieser Überzeugung gelangten 17 Schülerinnen und Schüler der St. Benedikt-Hauptschule in Düsseldorf-Stadtmitte, die sich ein halbes Jahr lang intensiv mit der Frage beschäftigten, was mit Kindern passiert, die gezwungen werden, in den Krieg zu ziehen und andere Menschen zu töten. Bei der Aktion "Rote Hand", Nein zum Krieg - Ja zum Frieden" gestalteten die Jugendlichen der Klassen 9 und 10 Plakate und drehten kurze Video-Spots, in denen sie ihren Zugang zum Thema darstellen.

Schüler bei der Projektarbeit
Iranischer Kindersoldat im Ersten Golfkrieg

Flucht und Vertreibung – damals und heute

Radiobeitrag im Bürgerfunk 2015
Flucht und Vertreibung -  damals und heute

Mit einem Radiobeitrag zum Thema Flucht und Vertreibung konnten sich Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses der katholischen St. Benedikt-Hauptschule in Düsseldorf im Februar 2015 im Bürgerfunk bei „Antenne Düsseldorf“ präsentieren. Die 17 Jugendlichen hatten sich in einem Schulprojekt der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus mit der Frage auseinandergesetzt, wie es Menschen ergeht, die ihre Heimat verlassen und sich auf die Flucht begeben müssen. Dazu befragten sie sowohl junge Männer, die jetzt aus Syrien geflohen sind, als auch eine Zeitzeugin, die nach 1945 Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten erlebt hat.

Radiobeitrag 11 min 57 sec

Krieg im Bild

Das "Antikriegstriptychon"
Schülerinnen und Schüler des Cecilien-Gymnasiums gemeinsam mit ihrer Lehrerin Esther Beucker und der Projektleiterin Dr. Sabine Grabowski vor ihrem Werk

Krieg im Bild
Ein Antikriegstriptychon nach Otto Dix

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine stand am Beginn der Auseinandersetzung des Kunst-Leistungskurses des Cecilien-Gymnasiums in Düsseldorf mit der Frage, wie Gewalt als Nachricht dargestellt wird. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit verschiedenen Formen der künstlerischen Darstellung von Krieg. Inspiriert von dem Werk „Der Krieg“ von Otto Dix erarbeiteten die Jugendlichen ein eigenes „Antikriegstriptychon, das sich in Größe und Ausführung an Dix anlehnte.

Nach seiner Präsentation im Gerhart-Hauptmann-Haus befindet sich das Kunstwerk nun im Cecilien-Gymnasium Düsseldorf.