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Februar 2017

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Bild: Gabriele Kerkhoff
26. Januar - 03. März

SammelSURIUM

Ausstellung – Sammeln – Leidenschaft oder Spleen?

Privates Rückzugsgebiet oder Austausch in einer Gemeinschaft? Zu bewahrendes Vermächtnis oder…

Ausstellung – Sammeln – Leidenschaft oder Spleen?

Privates Rückzugsgebiet oder Austausch in einer Gemeinschaft? Zu bewahrendes Vermächtnis oder vergebliche Manie? Die Ausstellung stellt das »Sammeln« künstlerisch und dokumentarisch dar. 16 Sammler präsentieren Ausschnitte ihrer Privatsammlungen und geben Auskunft über ihre »Leidenschaft«: ein sehenswertes Sammelsurium verschiedenster Sammelgebiete – von Kunst bis Kitsch, von Alltagsgegenständen bis zu Skurrilitäten. Die Gestalter der Ausstellung sind Mitstreiter der »Keyworker Oberkasselplus«. Es sind engagierte Bürgerinnen und Bürger, die selbstorganisiert und eigeninitiativ arbeiten.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11.00 bis 18.00 Uhr
In Kooperation: Diakonie Düsseldorf, zentrum plus Oberkassel

Selma Meerbaum-Eisinger
02. Februar, 19:00 - 21:00

»Und die Sehnsucht singt mich zur Ruh‘«

Lesung mit Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger

Als Selma Meerbaum-Eisinger 1942 mit nur 18 Jahren im Zwangsarbeiterlager Michailowka starb,…

Lesung mit Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger

Als Selma Meerbaum-Eisinger 1942 mit nur 18 Jahren im Zwangsarbeiterlager Michailowka starb, hinterließ sie 57 Gedichte. Diese gelangen auf verschlungenen Wegen nach Israel, erst 1980 wurden sie in Deutschland veröffentlicht und machten die Dichterin einem großen Publikum bekannt. In ihren zarten, oft melancholischen Gedichten thematisiert Selma Meerbaum-Eisinger ihre unerwiderte Liebe zu einem Freund, aber auch die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur und Lebensfreude. Ihre Lyrik gehört heute neben den Werken von Rose Ausländer und Paul Celan zum literarischen Vermächtnis der deutsch-jüdischen Kultur in der Bukowina.

Die Düsseldorfer Autoren Pamela Granderath und Frank Schablewski lesen Gedichte aus dem Werk von Selma Meerbaum-Eisinger.

Karel Cudlín – Vaclav Havel 2000
Podiumsdiskussion. Die Teilnehmer
Andrej Polanský & Emül Langman
08. Februar, 17:30 - 21:00

Das Erbe der Charta 77

Podiumsdiskussion, Ausstellung und Konzert
Download Programm (PDF 1,1 MB)

17:30 Uhr | Ausstellungseröffnung Karel Cudlín
Eröffnung der Veranstaltung…

Podiumsdiskussion, Ausstellung und Konzert
Download Programm (PDF 1,1 MB)

17:30 Uhr | Ausstellungseröffnung Karel Cudlín
Eröffnung der Veranstaltung mit einer Ausstellung von Karel Cudlin, der als Leibfotograf Vaclav Havels gilt und die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Tschechien der 1990er Jahre eindrucksvoll dokumentierte.

18:00 Uhr | Podiumsdiskussion
Petruška Šustrová - Ehemalige Sprecherin der Charta 77
Zbigniew Gluza - Leiter der Stiftung Zentrum Karta in Warschau
Jan Ruml - Ehemaliger Dissident und tschech. Innenminister
Wolfgang Nitsche - Ehemaliger DDR-Bürgerrechtler
Wolfgang Templin - Ehemaliger DDR-Bürgerrechtler
Moderation: PhDr. Tomáš Sacher - Leiter des Tschechischen Zentrums Berlin

Musikalische Begleitung: Duo Andrej Polanský & Emül Langman (Prag)
Seit 2003 in tschechischen Clubs unterwegs und inzwischen sehr erfolgreich liegt ihre Musik zwischen Punk und Avantgarde, erzeugt mit kleinem Drum-Set, Viola, Loops, Stimme. Sie erinnern an die Aufbruchsstimmung unter der legendären Band »The Plastic People oft the Universe«, die als eine der ersten im damaligen Ostblock die Stücke progressiver westlicher Musiker wie Frank Zappa, Jimi Hendrix oder The Doors nachgespielt haben und die alternative kulturelle Szene Tschechiens um sich sammelte. Das führte schließlich 1976 zum Verbot der Gruppe – einer der Gründe für die Entstehung der Charta 77.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Gerhart-Hauptmann-Hauses Düsseldorf, des Tschechischen Zentrums Berlin, des Polnischen Instituts Düsseldorf und Respekt und Mut, Düsseldorf

08. Februar, 17:30 - 19:30

Ausstellungseröffnung Karel Cudlín

Karel Cudlín zählt zu den Großen in der tschechischen Fotografie. Er hat sich vor allem als Dokumentarfotograf einen Namen gemacht. In seinen Bildern…

Karel Cudlín zählt zu den Großen in der tschechischen Fotografie. Er hat sich vor allem als Dokumentarfotograf einen Namen gemacht. In seinen Bildern hat er die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen in Tschechien der 1990er-Jahre festgehalten. Berühmt sind seine Aufnahmen von Václav Havel, den er jahrelang fotografisch begleitet hat und die in der Ausstellung zu sehen sind. In Cudlíns Werk werden die Grenzen der Fotografie in sehr anschaulicher Weise deutlich: die Grenze zwischen Kunst und Faktum und zwischen Zufall und Komposition.

11. Februar, 16:00 - 18:00

Blütenpracht und Farbmagie: Der Charme des japanischen Kimonos

Begleitprogramm SammelSURIUM

Ruth Jäschke, Kulturreferentin beim Japanischen Generalkonsulat, präsentiert Einzelstücke ihrer umfangreichen…

Begleitprogramm SammelSURIUM

Ruth Jäschke, Kulturreferentin beim Japanischen Generalkonsulat, präsentiert Einzelstücke ihrer umfangreichen Kimono-Sammlung zusammen mit dem Kimonoklub der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

14. Februar, 17:00 - 19:00

Lust und Last des Sammelns: Literarische Lesung und Diskussion

Begleitprogramm SammelSURIUM

Auszüge aus literarischen Werken, die sich mit dem Thema Sammeln beschäftigen. Anschließend wird über die Magie des…

Begleitprogramm SammelSURIUM

Auszüge aus literarischen Werken, die sich mit dem Thema Sammeln beschäftigen. Anschließend wird über die Magie des Sammelns, die auch zur Last werden kann, mit den Anwesenden diskutiert.

Filip Topol
15. Februar, 19:00 - 21:00

Takovej barevnej vocas letící komety / A Colourful Tail of a Flying Comet

Film – CZ 2015, 100 min, OmeU, Regie: Václav Kučera

Der Musiker Filip Topol, Komponist, Texter, Pianist und Sänger der Band Psí vojáci, hat mit…

Film – CZ 2015, 100 min, OmeU, Regie: Václav Kučera

Der Musiker Filip Topol, Komponist, Texter, Pianist und Sänger der Band Psí vojáci, hat mit seiner unverwechselbaren Musik drei Generationen von Fans gefunden. Als er im Juni 2013 starb, verlor die tschechische Musikwelt einen ihrer charismatischsten und talentiertesten Künstler. In seinem Dokumentarfilm zeichnet Regisseur Václav Kučera das Leben und Schaffen dieses vielseitigen Musikers nach und erzählt dabei viel über die tschechische Musikszene und Gesellschaft vor und nach der Samtenen Revolution. Im Anschluss Skype-Gespräch auf Deutsch mit dem Regisseur

Stefan Zweig und Lotte Altmann-Zweig 1940
23. Februar, 19:00 - 21:00

Tod im »Land der Zukunft«

Lesung zum 75. Todestag von Stefan Zweig (1881–1942)
Am 23. Februar 1942 nahmen sich Stefan Zweig und seine zweite Ehefrau Lotte das Leben. Zweig, der…

Lesung zum 75. Todestag von Stefan Zweig (1881–1942)
Am 23. Februar 1942 nahmen sich Stefan Zweig und seine zweite Ehefrau Lotte das Leben. Zweig, der gebürtige Wiener jüdischer Herkunft, war im Exil, wie so viele andere deutschsprachige Künstler auch. Aber im Unterschied zu vielen anderen befand er sich in relativer Sicherheit: Er war seit 1940 britischer Staatsbürger, war ein international renommierter Autor, hatte kaum materielle Sorgen. In Brasilien, weit weg von Krieg und antisemitischer Verfolgung, hatte man ihm schon bei seinem ersten Besuch 1939 einen begeisterten Empfang bereitet. Als er 1941 zurückkehrte, um dort zu leben, war die Freude seiner brasilianischen Bewunderer nicht minder groß. Ein scheinbar rätselhafter Suizid also. Liest man allerdings die Briefe, die er mit beiden Ehefrauen und engen Freunden wechselte, so wird Zweigs wachsendes Grauen deutlich über das Verschwinden seiner »Welt von Gestern«. Eine kommentierte Lesung aus Briefen und anderen Texten mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder