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Mai 2019

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Bild: Kenji Higuchi
22. Februar - 03. Mai

Fukushima: Eine notwendige Erinnerung. Fotografien von Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des achten Jahrestags der Dreifachkatastrophe in…

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des achten Jahrestags der Dreifachkatastrophe in Fukushima zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kooperation mit dem aus japanischen und deutschen Mitgliedern bestehende Verein "Sayonara-Nukes-Düsseldorf" eine Ausstellung des Fotojournalisten Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg.

Menschen mit Gesichtsmasken, eine von Giftgasen geschädigte Insel, Badegäste am Strand des nahen Mihama-Atomkraftwerks, ein risikoreicher Atomtransport, verstrahlte Arbeiter in den AKWs, verfälschte Strahlendosis-Daten – seit über 40 Jahren dokumentiert Kenji Higuchi Schicksale einzelner »Opfer des industriellen Wohlstands in Japan«, die unter Kernenergie, Atomkraft und Krieg gelitten haben und noch leiden. Seine eindrucksvollen Fotografien zeigen die Schattenseiten des rapiden wirtschaftlichen Wachstums in Japan, die Umweltschäden und die damit verbundenen Erkrankungen der Bevölkerung.

Bereits seit den 1970er-Jahren begleitet Kenji Higuchi japanische AKW-Leiharbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und großer Gefahr ausgesetzt sind. Higuchi fotografierte und dokumentierte auch die Nachwirkungen der Giftgasproduktion auf der vor Hiroshima gelegenen Insel Ōkunoshima. Nach dem Genfer Vertrag ist die Verwendung von Giftgas untersagt. Deshalb wurde die Existenz dieser Fabrik streng geheim gehalten und die Insel von der japanischen Landkarte gestrichen. Auch 2011 verschaffte sich Higuchi nach der Nuklearkatastrophe im AKW Fukushima-Daiichi Zugang zum Unfallort. Dort hielt er die Arbeiten der Liquidatoren fest, die der hohe Radioaktivität ausgesetzt waren. Er dokumentiert das Schicksal dieser Arbeiter bis heute.

Kenji Higuchi war Professor der Fotografie an mehreren Institutionen in Tokyo und auch Berater des Nippon Photography Institute. 2001 erhielt er für seine Aufklärungsarbeit den Nuclear-Free-Future-Award der NGO »World Uranium Hearing«.

Mit dieser Ausstellung erinnert das Gerhart-Hauptmann-Haus ebenfalls an die Aufnahme der deutsch-japanischen Beziehungen, die vor 160 Jahren mit der sogenannten Eulenburg-Mission begann. Der Ostpreuße Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg (geb. 1815 in Königsberg, gest. 1881 in Schöneberg) stand im Oktober 1859 als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister an der Spitze der Preußischen Ostasienexpedition. Durch Eulenburgs große Beharrlichkeit und Geschick kamen die Handels-, Freundschafts- und Schifffahrtsverträge 1861 mit Japan und zunächst dem Staat Preußen zustande. Deutsch-Japanische Gesellschaften gründeten sich in Deutschland seit den 1880er-Jahren.

In Kooperation mit:

  • Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund
  • IPPNW-Regionalgruppe Dortmund


BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

FILMVORFÜHRUNG
Fr., 22. März 2019, 18:00 Uhr
»KANON DER KLEINEN STIMMEN«
Japan 2015, 120 Min., OmU, Regie: Hitomi Kamanaka

Der in Japan gedrehte Dokumentarfilm begleitet und dokumentiert zwei Jahre lang das Leben und Schicksal einiger Familien, die aus der Nähe des Fukushima-AKWs geflüchtet sind.

FILMVORFÜHRUNG
Sa., 06. April 2019, 15:00 Uhr
»MEINE REISE MIT DEN HIBAKUSHA«
D 2014, OmU, Regie: Takashi Kunimoto

Der in Braunschweig lebende Filmemacher Takashi Kunimoto begleitete die Überlebenden der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki auf einer interkontinentalen Schiffsreise der NGO „Peace Boat“ – eine Reise, die vor dem Vergessen warnen sollte.

FILMVORFÜHRUNG
Mi., 24. April 2019, 18:00 Uhr
KURZDOKUMENTARFILME der japanische Filmemacherin Hitomi Kamanaka über Fukushima und Tschernobyl (OmU)

 

Quelle: Wikipedia
12. März - 03. Mai

Die deutsche Minderheit in Rumänien – Geschichte und Gegenwart im vereinten Europa

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler…

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler aus Luxemburg, Lothringen und den Bistümern Köln und Trier in das Gebiet des heutigen Transsylvaniens. Man bezeichnete sie später als Siebenbürger Sachsen. Im 18. Jahrhundert folgten Auswanderer aus Süddeutschland, die sich im damals dem Habsburger Reich zugehörigen Banat niederließen. 750.000 Deutsche lebten vor dem Zweiten Weltkrieg in Rumänien: Mit rund vier Prozent der Bevölkerung stellten sie damals nach den Ungarn die zweitgrößte Minderheit des Landes.

Die Minderheit reduzierte sich durch die Zwangsumsiedlungen der Nationalsozialisten, Flucht und Verschleppungen nach dem Einmarsch der Roten Armee während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1970er- und 1980er-Jahren verließen Zehntausende Deutsche – durch Westdevisen freigekauft – den unter dem sozialistischen Diktator Nicolae Ceauşescu zunehmend verarmenden Karpatenstaat. Nach dem Fall des Diktators und der Öffnung des »Eisernen Vorhangs« folgte Anfang der 1990er-Jahre ein Massenexodus der deutschen Minderheit. Allein 1990 und 1991 schrumpfte sie auf ca. 60.000 Menschen, für die sich das Leben radikal ändern.

Gezeigt wurde die vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest erstellte Ausstellung im vergangenen Jahr u. a. im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, in Liechtenstein und im Europäischen Parlament in Brüssel. Referenten: Dr. Paul Jürgen Porr und Benjamin Jozsa (Vorsitzender und Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien) sowie Rainer Lehni, Vorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Düsseldorf.

Laufzeit der Ausstellung: 13.03. – 03.05.2019

In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen und Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien

Mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest

04. Mai, 15:00 - 19:00

V4 – Musik aus dem Herzen Europas

Konzert und Ausstellung

Anlässlich des Europatages am 4. Mai veranstalten die diplomatischen Vertretungen der Slowakei, von Tschechien, Polen und…

Konzert und Ausstellung

Anlässlich des Europatages am 4. Mai veranstalten die diplomatischen Vertretungen der Slowakei, von Tschechien, Polen und Ungarn ein Konzert, zu dem wir Sie herzlich einladen. Musikalische Botschafter der V4 spielen ein abwechslungsreiches Programm. Eine begleitende Ausstellung gewährt Einblicke in die kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Potentiale dieser Länder. Sechs Musikerinnen und Musiker aus diesen Ländern zaubern als Solisten und Duos eine ganze Palette von Stimmungen: von Melancholie und Romantik über Freude hin zur Beschwingtheit. Sie spielen Werke von Dvorák, Smetana, Penderecki, Liszt, Bach, Monti, Grandos, Voitenko aber auch eigene Kompositionen, und spannen damit den Bogen über drei Jahrhunderte der Musikgeschichte. Sie zeigen mit den Mitteln der Musik auch, wie eng ihre Heimatländer miteinander verbunden und wie tief sie im Herzen Europas verankert sind.


Die Ausstellung kann von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Erdgeschoss des Gerhart-Hauptmann-Hauses besichtigt werden.

Das Konzert beginnt um 16:00 Uhr und wird von Oberbürgermeister Thomas Geisel gemeinsam mit Diplomaten aus Ungarn, Polen, Tschechien und der Slowakei eröffnet.

Der Eintritt ist frei. Da das Platzangebot begrenzt ist, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung unter Visegrad-event(æt)duesseldorf.de bis zum 29.04.2019.

In Kooperation mit dem Generalkonsulat von Ungarn in Düsseldorf und mit freundlicher Unterstützung der Stadt Düsseldorf und europe direct Düsseldorf

06. Mai, 14:00 - 17:00

Workshop zu den deutsch-polnischen Beziehungen im Film nach 1990

»Solange Welt bleibt Welt, kein Pole brüderlich es mit dem Deutschen hält?«

Die deutsch-polnische Nachbarschaft ist durch schwierige historische…

»Solange Welt bleibt Welt, kein Pole brüderlich es mit dem Deutschen hält?«

Die deutsch-polnische Nachbarschaft ist durch schwierige historische Erfahrungen geprägt, aber ist das Verhältnis auch heute dadurch beeinflusst? Hat der Beitritt Polens zur EU etwas bewegt? Das Thema des Workshops sind Kontakte zwischen Deutschen und Polen nach 1990 aus der Perspektive von Filmemachern. Betrachten Polen ihren westlichen Nachbar nur vom Standpunkt des Zweiten Weltkriegs? Wie nehmen Deutsche Polen wahr? Ist das Stereotyp von Polen als Autodiebe immer noch lebendig? Ist Polen ein fremdes und unbekanntes Land und Deutschland ein Land, wo Milch und Honig fließen? Anhand von Filmen polnischer und deutscher Regisseure, die in den letzten 30 Jahren entstanden sind, machen Teilnehmer des Workshops einen Versuch diese Fragen zu beantworten. Darüber hinaus werden sie sich mit der Rolle der medialen Bilder in der Gestaltung von Wissen und Vorstellungen über andere Nationen befassen. Der Workshop ist offen für Studierende und weitere Interessierte. Teilnahme kostenlos.

Referentin: Dr. Joanna Trajman, Institut für Internationale Studien, Lehrstuhl für Deutschlandforschung an der Universität Wroclaw

In Kooperation mit: Heinrich-Heine-Universität, Lehrstuhl für Geschichte und Kulturen Osteuropas Anmeldung: schlenker@g-h-h.de oder 0211-1699123

07. Mai, 19:00 - 21:00

Heinrich Böll: Der Zug war pünktlich

Vortrag von Michael Serrer

 »Nur das Rattern des Zuges schläfert so schön ein und tötet die Nachdenklichkeit aus ihren Köpfen […]. Sie sind alle…

Vortrag von Michael Serrer

 »Nur das Rattern des Zuges schläfert so schön ein und tötet die Nachdenklichkeit aus ihren Köpfen […]. Sie sind alle arme, graue, hungrige, verführte und betrogene Kinder. Und ihre Wiege, das sind die Züge.« Sie, das sind der Soldat Andreas und seine Wegbegleiter, auf dem Rückweg an die Ostfront. Und Andreas’ Gedanken, analog zum andauernden Rattern des Zuges, sind unaufhörlich in Bewegung, schweifen von Erinnerungen an frühere Erlebnisse zur zerstörerischen Gegenwart des Krieges. Durch eine turbulente Reise mit Trinkgelagen, Bordellbesuchen und einer unerwarteten Liebe zieht sich die unerklärliche Gewissheit des Protagonisten: Er wird sterben, diese Reise ist seine letzte. »Der Zug war pünktlich« war 1949 die erste publizierte Erzählung des noch jungen Heinrich Böll (1917–1985) – eine Dokumentation von Angst, Glaubensverlust, Schuld und dem Schrecken eines Krieges, angesichts dessen jeder Versuch des Verstehens zum Scheitern verurteilt scheint. Michael Serrer, der Leiter des Literaturbüros NRW, stellt die Veröffentlichung aus dem Gründungsjahr der Bundesrepublik näher vor und reflektiert sie vor dem Hintergrund der Biografie Heinrich Bölls.

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Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "1949. Die Bestseller der jungen Bundesrepublik Deutschland.":

Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 wurde nicht nur der westdeutsche Staat gegründet. Durch den nunmehr geltenden Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit) fielen auch die Zensurbestimmungen auf dem (west-)deutschen Buchmarkt erstmals seit 1933 weg.

Die Veranstaltungsreihe richtet den Blick auf Bücher von fünf Autoren, die 1949 erschienen sind und die sich in ihrer vorausgegangenen Haltung zum NS-Regime deutlich voneinander unterschieden. Heinrich Böll (1917–1985) und Arno Schmidt (1914–1979) waren beide als junge Männer zum Kriegsdienst einberufen worden, was auch ihr Nachkriegsschaffen prägte. Stefan Andres (1906–1970) war bereits 1933 nach Italien emigriert und verarbeitete seine Erfahrungen daraus. Ernst Jünger (1895–1998) versuchte sich der Vereinnahmung durch das NS-Regime zu entziehen und Thomas Mann (1875–1955) schließlich, der Älteste in der Runde, war zur bedeutendsten literarischen Leitgestalt des Exils avanciert. Mit welchen Büchern traten diese Autoren erstmals in der Bundesrepublik vor das Publikum? Dieser und anderen Fragen gehen die Referenten nach.

Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW 

Thomas Mann, 1937
09. Mai, 19:00 - 21:00

Thomas Mann: Die Entstehung des Doktor Faustus

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Volkmar Hansen 

Im Gründungsjahr der Bundesrepublik war Thomas Mann (1875–1955) bereits 74 Jahre alt, hatte…

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Volkmar Hansen 

Im Gründungsjahr der Bundesrepublik war Thomas Mann (1875–1955) bereits 74 Jahre alt, hatte zwei Weltkriege miterlebt und die letzten 16 Jahre im Exil verbracht. Nach längeren Reisen und Stationen in Frankreich und der Schweiz war Mann 1938 in die USA übergesiedelt, dort entstand auch sein spätes Werk »Doktor Faustus«. Er selbst bezeichnete den Gesellschaftsroman als »Lebensbeichte«, in der er seine Zerrissenheit zwischen künstlerischer Seele und bürgerlicher Existenz reflektierte. Nicht zuletzt deshalb empfand er es als notwendig, dieses Werk sich selbst und seinen Lesern zu erklären und setzte sich in »Die Entstehung des Doktor Faustus« mit den autobiographischen Anteilen des Romans und mit seinem eigenen Weg auseinander. Einblicke in diese persönlichen Aufzeichnungen gibt Prof. Volkmar Hansen, der an der Universität Düsseldorf lehrt und als herausragender Experte für das Leben und Schaffen Thomas Manns bekannt ist.

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Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "1949. Die Bestseller der jungen Bundesrepublik Deutschland.":

Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 wurde nicht nur der westdeutsche Staat gegründet. Durch den nunmehr geltenden Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit) fielen auch die Zensurbestimmungen auf dem (west-)deutschen Buchmarkt erstmals seit 1933 weg.

Die Veranstaltungsreihe richtet den Blick auf Bücher von fünf Autoren, die 1949 erschienen sind und die sich in ihrer vorausgegangenen Haltung zum NS-Regime deutlich voneinander unterschieden. Heinrich Böll (1917–1985) und Arno Schmidt (1914–1979) waren beide als junge Männer zum Kriegsdienst einberufen worden, was auch ihr Nachkriegsschaffen prägte. Stefan Andres (1906–1970) war bereits 1933 nach Italien emigriert und verarbeitete seine Erfahrungen daraus. Ernst Jünger (1895–1998) versuchte sich der Vereinnahmung durch das NS-Regime zu entziehen und Thomas Mann (1875–1955) schließlich, der Älteste in der Runde, war zur bedeutendsten literarischen Leitgestalt des Exils avanciert. Mit welchen Büchern traten diese Autoren erstmals in der Bundesrepublik vor das Publikum? Dieser und anderen Fragen gehen die Referenten nach.

Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW 

Prof. Dr. Stefan Creuzberger
13. Mai, 19:00 - 21:00

Vom Umgang mit der NS-Vergangenheit. Eine deutsch-deutsche Perspektive

Prof. Dr. Stefan Creuzberger im Gespräch mit Dr. Sabine Grabowski 

Zu den bis heute kontrovers diskutierten Aspekten der frühen Bundesrepublik bis…

Prof. Dr. Stefan Creuzberger im Gespräch mit Dr. Sabine Grabowski 

Zu den bis heute kontrovers diskutierten Aspekten der frühen Bundesrepublik bis Anfang der 1970er-Jahre gehört der Umgang mit der NS-Vergangenheit. Speziell an den personalpolitischen Facetten dieser Thematik scheiden sich immer noch die Geister: War es richtig, dass die ersten Bundesregierungen und insbesondere auch Konrad Adenauer als erster Bundeskanzler für die Besetzung vieler Stellen in den Ministerien und Ämtern auf altes Personal aus den Reichs- und Länderbürokratien der Weimarer Republik und des NS-Staats zurückgriffen? Man denke beispielsweise an den Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte Theodor Oberländer. 

Während derartige Fragen für die Anfänge der Bundesrepublik mittlerweile recht genau erforscht sind, weiß man über personelle Kontinuitäten und Brüche beim Aufbau der Bürokratie in der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR sehr viel weniger. Über mögliche Wechselwirkungen zwischen Ost und West bei der administrativen Neugründung der beiden Teilstaaten im Sinne einer deutsch-deutschen Verflechtungsgeschichte macht sich die Forschung überhaupt erst seit kurzem intensiver Gedanken. 

Das 70. Jubiläumsjahr der beiden Staatsgründungen bietet darüber hinaus auch einen Anlass, einmal näher zu beleuchten, wie Bundesrepublik und DDR mit der Erinnerung an den Vernichtungskrieg im Osten umgingen. Welche Positionen bezogen sie gegenüber der Sowjetunion und welche Veränderungen in der Gedenkkultur brachte schließlich die Vereinigung der beiden deutschen Staaten mit sich?

14. Mai, 19:00 - 21:00

Stefan Andres: Das Tier aus der Tiefe

Vortrag von Prof. Dr. Michael Braun

Das »Tier aus der Tiefe« ist der erste Teil von Stefan Andres’ (1906–1970) über 2000 Seiten starker…

Vortrag von Prof. Dr. Michael Braun

Das »Tier aus der Tiefe« ist der erste Teil von Stefan Andres’ (1906–1970) über 2000 Seiten starker Romantrilogie »Die Sintflut«, einem ungewöhnlich umfangreichen Projekt in der Literaturlandschaft der Nachkriegszeit. Andres, dessen Ehefrau nach den Kategorien der NS-Rassenlehre als »Halbjüdin« galt, führte ab 1933 nach antisemitischen Angriffen gezwungenermaßen ein unstetes Wanderleben. Seit 1937 befand er sich mit seiner Familie in Italien in einer freilich niemals ganz sicheren Emigration. Dort begann er mit der Arbeit an der Trilogie. Darin beschreibt Andres in allegorischer Form Entstehung und Folgen eines totalitären Herrschaftssystems – unschwer erkennbar als unmittelbare Zeitdiagnose. Für Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Michael Braun, der das biographische Standardwerk über Stefan Andres geschrieben hat, ist der Roman ein »episches Massiv«, in dem sich alle wichtigen Themen und Positionen des Autors finden. Er führt durch den Abend und gibt einen Einblick in die Publikation des Gründungsjahrs der Bundesrepublik.

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Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "1949. Die Bestseller der jungen Bundesrepublik Deutschland.":

Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 wurde nicht nur der westdeutsche Staat gegründet. Durch den nunmehr geltenden Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit) fielen auch die Zensurbestimmungen auf dem (west-)deutschen Buchmarkt erstmals seit 1933 weg.

Die Veranstaltungsreihe richtet den Blick auf Bücher von fünf Autoren, die 1949 erschienen sind und die sich in ihrer vorausgegangenen Haltung zum NS-Regime deutlich voneinander unterschieden. Heinrich Böll (1917–1985) und Arno Schmidt (1914–1979) waren beide als junge Männer zum Kriegsdienst einberufen worden, was auch ihr Nachkriegsschaffen prägte. Stefan Andres (1906–1970) war bereits 1933 nach Italien emigriert und verarbeitete seine Erfahrungen daraus. Ernst Jünger (1895–1998) versuchte sich der Vereinnahmung durch das NS-Regime zu entziehen und Thomas Mann (1875–1955) schließlich, der Älteste in der Runde, war zur bedeutendsten literarischen Leitgestalt des Exils avanciert. Mit welchen Büchern traten diese Autoren erstmals in der Bundesrepublik vor das Publikum? Dieser und anderen Fragen gehen die Referenten nach.

Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW 

Marianne Moore
Rose Ausländer
15. Mai - 13. Juli

»Liebstes Fräulein Moore – Wonderful Rose«. Rose Ausländer und Marianne Moore

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 15. Mai, 19 Uhr mit einem Vortrag von Helmut Braun

Rose Ausländer emigrierte 1946 ins Exil nach New York. Die Shoa hatte sie…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 15. Mai, 19 Uhr mit einem Vortrag von Helmut Braun

Rose Ausländer emigrierte 1946 ins Exil nach New York. Die Shoa hatte sie nachhaltig gezeichnet. Psychisch und physisch krank war ihr Dichten nicht möglich. Als sie diese Lebensphase überwunden hatte, schrieb sie ihre Gedichte in englischer Sprache. Das Schreiben in der Muttersprache, die »zur Mördersprache geronnen« war, war ihr verwehrt. Zeitgenössische amerikanische Dichterinnen und Dichter wurden ihre Vorbilder. Bald aber fand sie zu ihrem eigenen meisterhaften Stil. Die berühmte amerikanische Poetin Marianne Moore wurde ihr zur Freundin. Die Ausstellung zeigt Manuskripte und Typoskripte der englischen Gedichte, den Briefwechsel zwischen Rose Ausländer und Marianne Moore und Fotos und Dokumente aus den Jahren 1947 bis 1956. 

Laufzeit der Ausstellung: 16. Mai bis 13. Juli 2019

In Kooperation mit: Helmut Braun (Köln) und der Rose Ausländer-Gesellschaft e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e. V., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

16. Mai, 19:00 - 21:00

Arno Schmidt: Leviathan

Vortrag von Prof. Dr. Ralf Czapla

Ein amerikanischer Soldat zieht zu Beginn der Geschichte eine nüchterne Kriegsbilanz: Sie haben bekommen, was sie…

Vortrag von Prof. Dr. Ralf Czapla

Ein amerikanischer Soldat zieht zu Beginn der Geschichte eine nüchterne Kriegsbilanz: Sie haben bekommen, was sie verdienen. Haben sie? Und wer genau? Über den Blick von außen führt Arno Schmidt (1914–1979) den Leser zu einer Gruppe von Menschen im brutalen Chaos des Kriegsendes 1945, an denen diese Fragen im Verlauf der Geschichte haften bleiben. Was er skizziert, ist der Versuch ihrer Flucht vor den Trümmern, vor Konsequenzen, vor Einsicht. Und auf einer Reise voller imposanter Metaphern und tragischer Verluste arbeitet sich Schmidt, der selbst von 1940 bis 1945 Kriegsdienst leisten musste, an seinen Figuren wie an seinen eigenen traumatischen Erlebnissen ab. Dabei nutzt er wie Heinrich Böll das Motiv der Reise als Sinnbild für den Übergang in eine ungewisse Zukunft.So autobiographisch sich »Leviathan« aus Schmidts eigenem Erleben entwickelte, so sehr sind die Reisenden in dieser Geschichte auch eine Miniatur der Überreste der deutschen Gesellschaft am Ende von Krieg und NS-Gewaltherrschaft. Beide Perspektiven finden in dem Vortrag von Prof. Dr. Ralf Czapla, der an der Universität Heidelberg Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturgeschichte lehrt, Berücksichtigung.

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Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "1949. Die Bestseller der jungen Bundesrepublik Deutschland.":

Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 wurde nicht nur der westdeutsche Staat gegründet. Durch den nunmehr geltenden Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit) fielen auch die Zensurbestimmungen auf dem (west-)deutschen Buchmarkt erstmals seit 1933 weg.

Die Veranstaltungsreihe richtet den Blick auf Bücher von fünf Autoren, die 1949 erschienen sind und die sich in ihrer vorausgegangenen Haltung zum NS-Regime deutlich voneinander unterschieden. Heinrich Böll (1917–1985) und Arno Schmidt (1914–1979) waren beide als junge Männer zum Kriegsdienst einberufen worden, was auch ihr Nachkriegsschaffen prägte. Stefan Andres (1906–1970) war bereits 1933 nach Italien emigriert und verarbeitete seine Erfahrungen daraus. Ernst Jünger (1895–1998) versuchte sich der Vereinnahmung durch das NS-Regime zu entziehen und Thomas Mann (1875–1955) schließlich, der Älteste in der Runde, war zur bedeutendsten literarischen Leitgestalt des Exils avanciert. Mit welchen Büchern traten diese Autoren erstmals in der Bundesrepublik vor das Publikum? Dieser und anderen Fragen gehen die Referenten nach.

Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW 

16. Mai, 19:00 - 21:00

Mein Europa und ich. 28 Liebeserklärungen in Bildern und Exponaten

Lesung und Diskussion im Haus der Kirche, Bastionstraße 6

Am 26. Mai finden die Wahlen zum Europaparlament statt. Für die weitere Entwicklung eines…

Lesung und Diskussion im Haus der Kirche, Bastionstraße 6

Am 26. Mai finden die Wahlen zum Europaparlament statt. Für die weitere Entwicklung eines wertegebundenen, solidarischen und freien Europas hängt viel von dieser Wahl ab. Es liegt an uns, die konstruktiven Parteien zu stärken, Europa einiger, demokratischer und sozialer zu machen und denen eine Abfuhr zu erteilen, die die europäische Idee verächtlich machen oder bekämpfen. Eine Woche vor dieser Wahl möchten wir mit erklärten Liebhaberinnen und Liebhabern Europas darüber reden, was diesen vielschichtigen Kontinent so liebens- und bewundernswert macht. Der Niederländer Pieter Steinz hat unter dem Titel »Typisch Europa – Ein Kulturverführer in 100 Stationen« ganz unterschiedliche Kulturgüter wie die Asterix-Comics, das Billy-Regal, den Jugendstil, Mr. Bean, die Polonaisen von Chopin, die Epen Homers oder »Waterloo« von Abba versammelt. Europäerinnen und Europäer stellen im charmanten Ambiente ihre Lieblingsstücke aus Kunst, Literatur und Musik vor und tun das, was Europa jetzt braucht: eine ganz persönliche Liebeserklärung an unsere gemeinsame Kultur! 

Referenten: Birgit Edinger, Myriana Marconi, Aleksandra Przygodzka, Katja Schlenker, Klaus Peter Hommes und Ioannis Vatalis; Moderation Volker Neupert

In Kooperation mit: Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut 

22. Mai, 19:00 - 21:00

My Street Films – Die besten Kurzfilme aus Tschechien

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
anschließend Skypegespräch mit der Projektkoordinatorin Dominika Andraková

My Street Films präsentiert eine Auswahl…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
anschließend Skypegespräch mit der Projektkoordinatorin Dominika Andraková

My Street Films präsentiert eine Auswahl der besten tschechischen Kurzfilme über urbanes Leben aus den letzten zwei Jahren. Der thematische Bogen ist weit gespannt: Barbora imková untersucht am eigenen Beispiel die (Un-)Möglichkeit eines normalen Lebens im touristisch überlaufenen Prager Stadtzentrum, Mía Weingartová und Tereza Langrová plädieren für zivilen Ungehorsam in den Zeiten des Klimawandels, Sára Engliová und Kateina Tisová stellen einen selbsternannten Missionar vor, der Gottesdienste für Obdachlose abhält. Greta Stocklassa gibt einen Einblick in 100 Jahre tschechische Architektur, Michal Kindernay weist auf den zweifelhaften Umgang mit dem kostbaren Rohstoff Wasser hin. 

My Street Films (www.mystreetfilms.cz) versammelt Geschichten über urbanes Leben. Wer Lust hat, einen Kurzfilm zu seiner Stadt zu drehen, kann ihn auf einer digitalen Landkarte platzieren. Das in Düsseldorf gezeigte Programm umfasst die vier besten Filme 2018, drei Preisträger 2017 sowie zwei Filme, die ein gemeinsames Projekt mit dem tschechischen Tag der Architektur sind. Dominika Andraková, Projektkoordinatorin von My Street Films, stellt das Projekt inkl. Programm via Skype vor. Alle Filme laufen mit engl. Untertiteln bzw. in engl. OV.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin

28. Mai, 19:00 - 21:00

Leonid Breschnew und die Deutschen

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Victor Dönninghaus

Im Dezember 1979, vor knapp 40 Jahren, traf das Politbüro der KPdSU eine seiner folgenschwersten…

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Victor Dönninghaus

Im Dezember 1979, vor knapp 40 Jahren, traf das Politbüro der KPdSU eine seiner folgenschwersten Entscheidungen: Verbände der Roten Armee erhielten den Befehl zum Einmarsch in das benachbarte, von schweren inneren Konflikten zerrissene Afghanistan. Formal trug der amtierende Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU die Hauptverantwortung für diesen Schritt, der damals 73-jährige Leonid Breschnew. Dieser, aus einer ukrainischen Arbeiterfamilie stammend, galt, seit er im Oktober 1964 an die Stelle seines früheren Förderers Nikita Chruschtschow getreten war, als einer der mächtigsten Männer der Welt. Indes war 1979 hinter den Mauern des Moskauer Kreml längst bekannt, dass Breschnew kaum noch handlungsfähig war – er hatte mehrere Schlaganfälle hinter sich, seine langjährige Tablettensucht tat ein Übriges. Gleichwohl traf Breschnew ein Gutteil der Mitverantwortung für das verlustreiche Debakel, in das die Rote Armee in Afghanistan geriet, und das das Ende der Sowjetunion ein gutes Jahrzehnt später mit einläutete.

Leonid Breschnew war nach Josef Stalin der am längsten amtierende Parteichef der Sowjetunion. Mit Deutschland verband ihn viel: Seine politische Karriere begann als Politoffizier im Krieg gegen NS-Deutschland, in dem er als Untergebener Chruschtschows aufstieg. 1969/70 war er der erste Verhandlungspartner von Bundeskanzler Willy Brandt. Breschnew war auch der erste sowjetische Parteichef, der die Bundesrepublik Deutschland besuchte, zuerst 1973, erneut dann 1978 und 1981. Auch mit der DDR und deren kommunistischem Parteichef Erich Honecker war er eng verbunden. Victor Dönninghaus, Experte für die Geschichte der Sowjetunion, betrachtet den auf keinen einfachen Nenner zu bringenden politischen Lebensweg Leonid Breschnews.

Foto: Miroslaw Mlynarczyk
28. Mai, 19:00 - 21:00

Die Würde des Menschen ist unantastbar…? Ein interkultureller Kommentar zum 70. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes

Buchpräsentation mit Christof Seeger-Zurmühlen (Düsseldorfer Schauspielhaus) und den Autor*innen

Zum 70. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes in…

Buchpräsentation mit Christof Seeger-Zurmühlen (Düsseldorfer Schauspielhaus) und den Autor*innen

Zum 70. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes in diesem Jahr gratuliert der Writers‘ Room, ein Netzwerk von nach Deutschland eingewanderten Schreibenden aus aller Welt, mit einem interkulturellen literarischen Kommentar: Die Autor*innen haben auf für sie besonders wichtige Artikel der 20 Grundrechte mit eigenen Texten reagiert, wobei die jeweiligen Themen zum Anlass wurden für Prosatexte, Gedichte, Kurzdramen, Reportagen, Essays oder auch Märchen. Häufig spiegeln die Texte ein Stück der eigenen Herkunft wider und stellen die Werte und Regeln, auf denen das Zusammenleben in Deutschland beruht, in einen globalen Kontext.
Gestaltet wurde das Buch von dem Düsseldorfer Graphiker Thomas Bock in Zusammenarbeit mit den Autor*innen.

Lesung der Texte: Christof Seeger-Zurmühlen (Düsseldorfer Schauspielhaus).
Die Gespräche mit den AutorInnen führt Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW, der Heinrich-Böll-Stiftung und freundlicher Unterstützung des Integrationsrates der Landeshauptstadt Düsseldorf.

29. Mai, 19:00 - 21:00

Wie weiter mit Europa? Die kroatische Sicht

Vortrag und Gespräch mit Dr. Gordan Grli Radman, Botschafter der Republik Kroatien in der Bundesrepublik Deutschland

Die Republik Kroatien ist seit…

Vortrag und Gespräch mit Dr. Gordan Grli Radman, Botschafter der Republik Kroatien in der Bundesrepublik Deutschland

Die Republik Kroatien ist seit Juli 2013 das bislang jüngste Mitglied der Europäischen Union. Zugleich ist das mit rund 4,2 Millionen Einwohnern vergleichsweise kleine südosteuropäische Land als eigenständiger Staat noch verhältnismäßig jung: Erst mit dem Zerfall Jugoslawiens begann der Weg Kroatiens in die 1991 erklärte Unabhängigkeit, die das Land allerdings zunächst in einen blutigen Konflikt mit einigen Nachbarn verstrickte. Zwar endete der Krieg 1995, dennoch dauern etliche seiner Folgen an. Die komplexen, teils schwierigen Beziehungen besonders zu Bosnien-Herzegowina und Serbien haben auch den Beitritt des Landes zur NATO (2009) und zur EU verzögert. Der derzeitige Botschafter Kroatiens in der Bundesrepublik, Dr. Gordan Grli Radman, bilanziert auch mit Blick auf die Ergebnisse der Europawahl im Mai 2019 die bisherigen kroatischen Erfahrungen in der EU und zeichnet die europapolitischen Grundsätze seines Landes nach.

Die Veranstaltung setzt die wiederbegründete Veranstaltungsreihe der Botschaftergespräche fort. Sie knüpft direkt an die Besuche des slowakischen (2017) und des ungarischen Botschafters (2018) an.