<

Juli 2017

>
22. Mai - 14. Juli

»Es lebe unsere gerechte Sache!« Der Slowakische Nationalaufstand 1944

Ausstellungseröffnung: 18.00 Uhr
Am 29. August 1944 beginnt mit dem Slowakischen Nationalaufstand einer der größten Aufstände gegen die…

Ausstellungseröffnung: 18.00 Uhr
Am 29. August 1944 beginnt mit dem Slowakischen Nationalaufstand einer der größten Aufstände gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Der Aufstand richtet sich gegen die autoritäre und extrem antisemitische slowakische Kollaborationsregierung und wird in Übereinstimmung mit der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien geplant und mit deren Unterstützung durchgeführt. Demokraten, Kommunisten und Partisanen sowie Soldaten und Offiziere, die nicht bereit sind, an der Seite der Wehrmacht zu kämpfen, organisieren den landesweiten bewaffneten Aufstand. Sie überwinden ideologische Differenzen für die gemeinsamen Ziele: die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung eines Staates, in dem die demokratische Slowakei und die tschechischen Länder gleichberechtigte Partner sind.
Die Erhebung wird am 27. Oktober 1944 von den deutschen Truppen niedergeschlagen. Der Aufstand trägt aber wesentlich zur Veränderung des Bildes der Slowakei bei. Aus einem gehorsamen Vasallen der Deutschen wird ein anerkanntes Mitglied der Anti-Hitler-Koalition.
Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin in Kooperation mit dem Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften
Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Kooperationspartner

18.00 Uhr: Eröffnung mit dem Kurator Dr. Adam Hudek und in Anwesenheit des Botschafters der Slowakischen Republik, Peter Lizák
19:30 Uhr: Vortrag von Peter Lizák zur „Gegenwärtigen Europapolitik der Slowakei“ halten wird.

13. Juni - 13. Juli

Gegen den Wahnsinn – der syrische Karikaturist Silo (Yahia Alselo)

Ausstellungseröffnung: 18.30 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 14. Juni bis 14. Juli

Yahia Alselo lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf und wuchs in…

Ausstellungseröffnung: 18.30 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 14. Juni bis 14. Juli

Yahia Alselo lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf und wuchs in Ahrass auf, einem syrischen Dorf, das in der Nähe von Aleppo liegt. Er studierte an der Kunstakademie in Aleppo in den 1980er-Jahren, konnte aber aufgrund der politischen Situation sein Studium nicht beenden. Seit den 1990er-Jahren arbeitet er als freischaffender Künstler. Als Cartoonist begleitete er schon früh die politische und soziale Situation in seiner Heimat – mit der Folge, dass er 2008 ausreisen und Asyl in Deutschland suchen musste.
Die Präsentation zeigt eine große Anzahl Karikaturen: beginnend mit der Zeit in Syrien bis hin zu ganz aktuellen Arbeiten. Das Besondere ist, dass die in Deutschland entstandenen Karikaturen überwiegend am Monitor entstehen, was ursprünglich der Situation geschuldet war, dass der Künstler Silo seine Sicht auf die Weltpolitik auch in räumlich beengten Situationen künstlerisch verarbeiten konnte.
Ausstellungseröffnung in Anwesenheit des Künstlers

Kinder aus Königsberg, von Eltern durch die Kriegseinwirkungen getrennt, im Auffanglager Eggesin bei Pasewalk (1947); Foto: Bundesarchiv
03. Juli, 19:00 - 21:00

Nur der Himmel blieb derselbe – Ostpreußens Hungerkinder

Buchvorstellung mit Dr. Christopher Spatz
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es im nördlichen Ostpreußen, in Königsberg und der weiteren Umgebung…

Buchvorstellung mit Dr. Christopher Spatz
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es im nördlichen Ostpreußen, in Königsberg und der weiteren Umgebung zu einer humanitären Katastrophe – mehr als 100.000 Menschen starben an Seuchen und Unterernährung. Die Übriggebliebenen waren oft Kinder, die ohne Eltern, ohne Familie und ohne ein Zuhause ganz auf sich gestellt waren. Manche kamen in sowjetische Heime, andere flohen nach Litauen. Erst in den 1990er-Jahren wurde die Öffentlichkeit auf die Tragödie dieser Kinder aufmerksam. Der Historiker Christopher Spatz hat die Lebenswege der ostpreußischen Bettelkinder rekonstruiert. In seinem Buch »Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben« lässt er die letzten Zeitzeugen zu Wort kommen.
Christopher Spatz studierte Germanistik und Geschichte in Oldenburg. Promoviert wurde er 2015 an der Berliner Humboldt-Universität. Er forscht zur Zwangsmigration im östlichen Mitteleuropa und der Beziehungsgeschichte Deutschlands zu Litauen, Russland und Polen.

06. Juli, 19:00 - 21:00

Ein beeindruckender Nonkonformist

Zum 60. Todestag von Alfred Döblin
Vortrag von Prof. Dr. Daniel Hoffmann

»Berlin Alexanderplatz« ist Alfred Döblins bekanntestes Werk und das Buch, das…

Zum 60. Todestag von Alfred Döblin
Vortrag von Prof. Dr. Daniel Hoffmann

»Berlin Alexanderplatz« ist Alfred Döblins bekanntestes Werk und das Buch, das ihn berühmt gemacht hat. Darin beschreibt er die pulsierende Großstadt in den 1920er-Jahren, deren Bewohner rastlos dem (kleinen) Glück hinterherjagen. Mit seinem Roman erlangte Döblin einen festen Platz in der deutschen Literatur, dabei liest sich seine Biographie selbst wie ein Roman. Döblin, 1878 in Stettin geboren, war Arzt und Schriftsteller, Ehemann, Vater von vier Söhnen, Sozialist, Jude, der zum Katholizismus konvertierte. Als Emigrant und Exilant lebte er in der Schweiz, in Frankreich und in den USA. Zum 60. Todestag Döblins gibt Daniel Hoffmann einen Einblick in das stürmische Leben und expressive Schreiben von Alfred Döblin.
Prof. Dr. Daniel Hoffmann forscht zur deutsch-jüdischen Literatur, zur Religion und Literatur in der Moderne sowie zur Literatur des 19. Jahrhunderts. Er lehrt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

10. Juli, 19:00 - 21:00

Die Wiedergeburt einer Kirche in Ostpreußen

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner
Nur zwölf Kilometer vom ehemaligen Königsberg (heute Kaliningrad) entfernt liegt das kleine Dorf Heiligenwalde. Im…

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner
Nur zwölf Kilometer vom ehemaligen Königsberg (heute Kaliningrad) entfernt liegt das kleine Dorf Heiligenwalde. Im Zentrum befindet sich eine Ordenskirche aus dem 14. Jahrhundert. Diese Kirche hat eine lebhafte Geschichte zu erzählen. Der Grundstein wurde 1344 gelegt, für den Bau war der Deutsche Orden verantwortlich. Während der Reformationszeit wurde die Kirche dann evangelisch. Das Gebäude überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde in der Nachkriegszeit als Getreidelager zweckentfremdet. In den 1990er-Jahren wurden erstmalig Instandhaltungsmaßnahmen und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Am 26. Juli 1994 fand im Rahmen des 650-jährigen Bestehens des Ortes und der Kirche erstmals wieder ein Gottesdienst statt, der vom norddeutschen Rundfunk und vom Kaliningrader Fernsehen übertragen wurde.
Dr. Bärbel Beutner referiert in einem bebilderten Vortrag über die Geschichte der Restaurierung der Kirche von Heiligenwalde.