10. April - 22. Mai

Briefmarken der Berliner Westsektoren 1948 bis 1957

Teil 5 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Teil 5 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

11. April - 18. Mai

Ein unendliches Gedenken: Jüdisches Erbe und die Schoah in Ostgalizien

Ausstellungseröffnung: 12. April, 19 Uhr
Eröffnungsrede: Dr. Tomasz Strug  Chefkurator des Galizisch-Jüdischen Museums Krakau | Jason Francisco  Künstl…

Ausstellungseröffnung: 12. April, 19 Uhr
Eröffnungsrede: Dr. Tomasz Strug  Chefkurator des Galizisch-Jüdischen Museums Krakau | Jason Francisco  Künstler und Fotograf, Krakau
Laufzeit der Ausstellung: 13. April bis 18. Mai 2018

Die Wanderausstellung des Galizisch-Jüdischen Museums Krakau zeigt 46 eindrucksvolle Fotografien und Texte des Künstlers Jason Francisco. Francisco schuf mit einer großformatigen analogen Kamera Werke, die gleichzeitig Tatsachenbericht und Erinnern an die jüdische Vergangenheit sind.

»Wenn man vom jüdischen Erbe in Galizien spricht – und besonders im östlichen Galizien – spricht man von beidem, von einem Erbe und einem Geheimnis. Man spricht von einer Vergangenheit, die nicht vergangen ist, einer tausend Jahre alten Zivilisation, deren Erkennbarkeit vor allem ihnen gehört, den Vorfahren, und deren Unerkennbarkeit vor allem uns gehört, den Erben.« (Jason Francisco)

Historischer Zusammenhang: Das »Königreich Galizien und Lodomerien« erschien 1772 auf der europäischen Karte. Vorher gehörte es über 450 Jahre zum Königreich Polen-Litauen. Lemberg war die multiethnische Hauptstadt Galiziens. 13 % der Bevölkerung waren Juden. Sie stellten in bestimmten Städten sogar die Mehrheit. Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges sowohl während der sowjetischen Besetzung (1939–1941) als auch besonders unter der nationalsozialistischen Besetzung (1941–1944) hatten zur Folge, dass jede jüdische Gemeinde durch die Deutschen und ihre Kollaborateure zerstört wurde. Von den insgesamt 656.000 Juden, die 1939 in Ostgalizien lebten, wurden 85 % während der Schoah ermordet. Während der sowjetischen und in der postsowjetischen Zeit wurde über die Schoah als historisches Thema geschwiegen. Erst in den letzten Jahren rückt die jüdische Geschichte in ihrer Komplexität aus Jüdischem, Ukrainischem und Polnischem in den Fokus.

In Kooperation mit: Alte Synagoge Essen

12. April - 13. Juli

In fremder Erde ruhen

Ausstellung
Laufzeit der Ausstellung: 12. April bis 13. Juli 2018

Rund 11.500 Kriegstote des Zweiten Weltkriegs ruhen auf den Düsseldorfer Friedhöfen,…

Ausstellung
Laufzeit der Ausstellung: 12. April bis 13. Juli 2018

Rund 11.500 Kriegstote des Zweiten Weltkriegs ruhen auf den Düsseldorfer Friedhöfen, viele von ihnen Zwangsarbeiter aus dem Osten. In einem Schulprojekt haben sich zwölf Schülerinnen des Kunst-Leistungskurses am Cecilien-Gymnasium mit der Thematik befasst und in Graphic Novels das Schicksal dieser Menschen aufgearbeitet.

In Kooperation mit: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

18. April, 19:00 - 21:00

Ungarn nach der Wahl I

Vortrag und Diskussion mit Dr. Péter Györkös, Botschafter Ungarns in der Bundesrepublik Deutschland
Am 8. April 2018 wählen die Stimmberechtigten in…

Vortrag und Diskussion mit Dr. Péter Györkös, Botschafter Ungarns in der Bundesrepublik Deutschland
Am 8. April 2018 wählen die Stimmberechtigten in Ungarn ein neues Parlament. Bei der vorangegangenen Wahl im April 2014 konnte die Fidesz-Partei des schon seit 2010 amtierenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán – trotz erheblicher Stimmenverluste – ihre Zweidrittelmehrheit der Sitze verteidigen. Die aktuellen Umfragen lassen keine eindeutige Prognose darüber zu, ob Orbán wieder als Sieger aus der Wahl hervorgehen wird. Dr. Péter Györkös, der Ungarn seit November 2015 als Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland vertritt, stellt sich der Frage nach den Perspektiven der ungarischen Politik.

Siehe hierzu auch die Veranstaltung am 7. Mai

In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.

18. April, 19:00 - 21:00

BataLives

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 75 Min., OmeU, Regie: Karolina Zalabáková, Petr Babinec
Überall in deutschen Einkaufsstraßen kann man auf…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 75 Min., OmeU, Regie: Karolina Zalabáková, Petr Babinec
Überall in deutschen Einkaufsstraßen kann man auf Schuhläden stoßen, über denen der Schriftzug Bata prangt. Kaum jemand weiß heute noch, dass dies der Familienname der Firmengründer Tomáš und Antonín Baťa ist, die 1894 in der mährischen Stadt Zlín den Grundstein zu einem internationalen Schuh-Imperium legten. Es gehörte zur damals sehr fortschrittlichen Firmenphilosophie, in der Nähe der Fabriken Arbeitersiedlungen mit sozialen und kulturellen Einrichtungen zu errichten. Die jungen Filmemacher Karolina Zalabáková und Petr Babinec besuchten fünf dieser Wohnsiedlungen in der ganzen Welt und lernten dort einige ihrer gegenwärtigen Bewohner kennen.

Im indischen Batanagar lebt der zwanzigjährige Shoma, der mit wenigen Dollars über die Woche kommen muss. Der Niederländer Henrik verbringt nach einem langen Arbeitsleben in der Schuhfabrik seinen Ruhestand in Batadorp. Matea aus Kroatien will nur weg aus Bata-Borovo, dass ihr und ihren Freunden allenfalls als Kulisse für Handyfilme dient. Bé aus dem brasilianischen Bataypora hat sich in eine Tschechin verliebt, und Věra aus Zlín geht heute noch völlig in der Arbeit für Baťa auf. Auch wenn sich ihre Lebenswege völlig unterscheiden, die Geschichte ihrer Wohnorte verbindet sie.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf