25. Oktober - 15. Januar

Bohuslav Fuchs – Architekt der Avantgarde

Ausstellungseröffnung: 25. Oktober 2017 – 18.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 26. Oktober 2017 bis 15. Januar 2018

Brünn/Brno – heute die zweitgrößte…

Ausstellungseröffnung: 25. Oktober 2017 – 18.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 26. Oktober 2017 bis 15. Januar 2018

Brünn/Brno – heute die zweitgrößte Stadt Tschechiens ist so etwas wie ein Bilderbuch des Bauens im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. In »Klein-Wien« mit einer blühenden Textilindustrie gab es damals genügend Bauherrn, die nicht nur Geld, sondern auch Lust auf Neues hatten. So entstand in Brünn/Brno eine solche Dichte an funktionalistischen Bauten, wie es sie damals nur in Frankfurt, Rotterdam und Tel Aviv gab. Wohnsiedlungen für die Arbeiter, ein riesiges Messegelände, Villen, Hotels, Kinos, Cafés, Läden, Schwimmbäder, Tanzhallen, Bars, Grabanlagen. Neben der Villa Tugendhat von Mies van der Rohe bauten viele tschechische und deutsche Architekten im Sinne der Moderne. Einer von ihnen war Bohuslav Fuchs (1895–1972), dessen Bauten man heute auf Schritt und Tritt in Brünn wiederfindet. In der Ausstellung kommen zwölf tschechische und slowakische Architekten unserer Zeit zu Wort, die ausgewählte funktionalistische Bauten von Bohuslav Fuchs kommentieren – beispielsweise das Café Zeman als eines seiner ersten realisierten Projekte, das ikonische Hotel Avion, die monumentale Trauerhalle auf dem Brünner Zentralfriedhof oder das weitläufige Stadtbad Zábrdovice. Die Aussagen werden mit ergänzenden Dokumentationen, historischen Fotografien und aktuellen Fotos vom heutigen Zustand der Bauten belegt.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

Begleitprogramm: Film am 15.November über Bohuslav Fuchs

08. November, 19:00 - 21:00

»Schlesische« Liebesgedichte von Barock bis Gegenwart

Lesung und Interpretationen mit Frank Schablewski und Dr. Jürgen Nelles
Liebe ist seit jeher ein beliebtes Thema bei Schriftstellerinnen und…

Lesung und Interpretationen mit Frank Schablewski und Dr. Jürgen Nelles
Liebe ist seit jeher ein beliebtes Thema bei Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Die Kunst, Gefühle in Worte zu fassen und sie in Reim- und Versform zu bringen, ist ihre Ausdrucksmöglichkeit. Jede Epoche gestaltet die Darstellung von Sehnsucht, Verliebtsein und Begehren anders. Doch wo sind die Unterschiede und was bleibt immer gleich? Verstehen wir heute noch, was uns die Barockdichter Andreas Gryphius und Martin Opitz sagen wollen? Wie ansprechend finden wir die Gedichte eines Romantikers wie Joseph von Eichendorff? Fühlen wir mit bei den Texten des Naturalisten Gerhart Hauptmann? Überzeugen uns die modernen Dichter Dagmar Nick und Christan Saalberg mit ihrer Lyrik? Oder sind unsere Hörgewohnheiten nicht völlig andere als in den vergangenen Epochen? Privatdozent Dr. Jürgen Nelles von der Universität Bonn und Dichter und Rezitator Frank Schablewski gehen den Fragen zu Liebe und Leidenschaft, zu Begehren und Entbehren in einem Wechselspiel von Rezitationen und Interpretationen nach.