22. Mai - 14. Juli

»Es lebe unsere gerechte Sache!« Der Slowakische Nationalaufstand 1944

Ausstellungseröffnung: 18.00 Uhr
Am 29. August 1944 beginnt mit dem Slowakischen Nationalaufstand einer der größten Aufstände gegen die…

Ausstellungseröffnung: 18.00 Uhr
Am 29. August 1944 beginnt mit dem Slowakischen Nationalaufstand einer der größten Aufstände gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Der Aufstand richtet sich gegen die autoritäre und extrem antisemitische slowakische Kollaborationsregierung und wird in Übereinstimmung mit der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien geplant und mit deren Unterstützung durchgeführt. Demokraten, Kommunisten und Partisanen sowie Soldaten und Offiziere, die nicht bereit sind, an der Seite der Wehrmacht zu kämpfen, organisieren den landesweiten bewaffneten Aufstand. Sie überwinden ideologische Differenzen für die gemeinsamen Ziele: die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung eines Staates, in dem die demokratische Slowakei und die tschechischen Länder gleichberechtigte Partner sind.
Die Erhebung wird am 27. Oktober 1944 von den deutschen Truppen niedergeschlagen. Der Aufstand trägt aber wesentlich zur Veränderung des Bildes der Slowakei bei. Aus einem gehorsamen Vasallen der Deutschen wird ein anerkanntes Mitglied der Anti-Hitler-Koalition.
Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin in Kooperation mit dem Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften
Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Kooperationspartner

18.00 Uhr: Eröffnung mit dem Kurator Dr. Adam Hudek und in Anwesenheit des Botschafters der Slowakischen Republik, Peter Lizák
19:30 Uhr: Vortrag von Peter Lizák zur „Gegenwärtigen Europapolitik der Slowakei“ halten wird.

Foto: Andreas Labes
12. Juni, 19:00 - 21:00

Gegen den Hass

Düsseldorfer Literaturtage – Lesung und Gespräch mit Carolin Emcke
In den letzten Jahren hat sich in unserer Gesellschaft Hass breit gemacht: gegen…

Düsseldorfer Literaturtage – Lesung und Gespräch mit Carolin Emcke
In den letzten Jahren hat sich in unserer Gesellschaft Hass breit gemacht: gegen Politiker, Andersdenkende, das »Fremde«. In der zunehmend polarisierten, fragmentierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Carolin Emcke stellt in ihrem engagierten Essay »Gegen den Hass« diesem dogmatischen Denken ein Lob des Vielstimmigen entgegen – als Schutz für die Freiheit des Individuellen und auch Abweichenden. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.
Carolin Emcke, geboren 1967, studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und in den USA. Von 1998 bis 2013 bereiste sie als Journalistin weltweit Krisenregionen. Sie arbeitet heute als freie Autorin und Publizistin, u. a. für den Spiegel, die ZEIT und die Süddeutsche Zeitung. Für ihr Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, 2016 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Moderation: Michael Serrer (Literaturbüro NRW)