Gerda Taro und Robert Capa
16. März - 15. Mai

Bilder der Solidarität

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg…

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Tod der Fotojournalistin Gerda Taro vor 80 Jahren zeigt die von Benedikt Behrens (Hamburg) kuratierte Ausstellung überwiegend unbekannte Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem Militärputsch in Spanien am 18. Juli 1936 gingen die beiden Fotografen Gerda Taro und Robert Capa nach Spanien, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Sie fotografierten die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs von der republikanischen Seite für verschiedene internationale Zeitungen. Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor in Spanien von einem Panzer überrollt und verstarb. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro. Die Negative der gezeigten Fotos von Gerda Taro sind erst vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit dem Wiederauffinden des legendären »mexikanischen Koffers« entdeckt worden.

Papst Pius XI.
23. März, 19:00 - 21:00

Paukenschlag am Palmsonntag

Vortrag: Vor 80 Jahren – die Enzyklika »Mit brennender Sorge« wird veröffentlicht; von Prof. Dr. Karl-Josef Hummel

Der Termin war sehr bewusst…

Vortrag: Vor 80 Jahren – die Enzyklika »Mit brennender Sorge« wird veröffentlicht; von Prof. Dr. Karl-Josef Hummel

Der Termin war sehr bewusst gewählt: Der 21. März war der Palmsonntag des Jahres 1937. Traditionell waren die katholischen Kirchen zu Beginn der Karwoche besonders gut gefüllt. Von allen Kanzeln im damaligen Deutschen Reich wurde das päpstliche Rundschreiben »Mit brennender Sorge« verlesen. Das von Papst Pius XI. verantwortete Schreiben ging auf einen Entwurf des Münchner Erzbischofs Michael Kardinal von Faulhaber zurück. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Breslauer Oberhirte Adolf Kardinal Bertram, hatte schwere Bedenken gehegt, denn niemals wurden von kirchlicher Seite die NS-Ideologie und die Kirchenpolitik der NS-Diktatur schärfer und unmissverständlicher öffentlich verurteilt als mit dieser Enzyklika. Bertram befürchtete – wie sich zeigen sollte, nicht zu Unrecht – verschärfte Sanktionen gegen kirchliche Instanzen nach einer Publikation. Das Regime wurde indes völlig überrascht: Vorbereitung, Drucklegung und Verteilung des Schreibens an alle katholischen Pfarreien in Deutschland wurde – trotz einer Vielzahl Beteiligter – vollkommen geheim gehalten, so dass die Verlesung durch den NS-Verfolgungsapparat nicht verhindert werden konnte. Hitler, Goebbels und Himmler tobten. Prof. Dr. Karl-Josef Hummel, langjähriger Leiter der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn, referiert über die Entstehung und die Wirkung des spektakulären Rundschreibens.