Gerda Taro und Robert Capa
16. März - 15. Mai

Bilder der Solidarität

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg…

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Tod der Fotojournalistin Gerda Taro vor 80 Jahren zeigt die von Benedikt Behrens (Hamburg) kuratierte Ausstellung überwiegend unbekannte Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem Militärputsch in Spanien am 18. Juli 1936 gingen die beiden Fotografen Gerda Taro und Robert Capa nach Spanien, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Sie fotografierten die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs von der republikanischen Seite für verschiedene internationale Zeitungen. Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor in Spanien von einem Panzer überrollt und verstarb. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro. Die Negative der gezeigten Fotos von Gerda Taro sind erst vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit dem Wiederauffinden des legendären »mexikanischen Koffers« entdeckt worden.

Alfred Kantorowicz
21. März, 19:00 - 21:00

Alfred Kantorowicz – ein deutsches Leben

Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke

Mit unverkennbarer Bitterkeit resümierte Alfred Kantorowicz (1899–1979), geboren 1899 in Berlin in einer aus dem…

Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke

Mit unverkennbarer Bitterkeit resümierte Alfred Kantorowicz (1899–1979), geboren 1899 in Berlin in einer aus dem pommerschen Swinemünde stammenden jüdischen Familie, im Herbst 1960 die ersten drei Jahre seiner Existenz in der Bundesrepublik Deutschland: »Wer drüben raus ist, ist hier auch raus.« Im Sommer 1957 war Kantorowicz, bis dahin Professor für neueste deutsche Literatur an der Ost-Berliner Humboldt-Universität, nach West-Berlin geflohen. Bald übersiedelte er nach München. In der Bundesrepublik zunächst hochwillkommen als Vorzeigeobjekt der antikommunistischen Propaganda im Kalten Krieg, musste Kantorowicz bald lernen, dass er darüber hinaus eigentlich unerwünscht war in der »Adenauer-Republik«. Ein »Linker« immer noch, wenn auch nicht mehr Parteikommunist, ein Ex-Emigrant, ein ehemaliger Offizier der »Internationalen Brigaden« im Spanischen Bürgerkrieg, nein, den wollten viele in der Bundesrepublik eigentlich nicht haben. So kämpfte Kantorowicz lange Jahre gegen die westdeutschen Behörden um die Anerkennung seiner Wiedergutmachungsansprüche als Verfolgter des NS-Regimes – am Ende vergebens. Erst gegen Ende seines Lebens 1979 wurde ihm einige Anerkennung zuteil. Dr. Jörg B. Bilke resümiert das Leben Alfred Kantorowiczs, das ein Lehrstück der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert darstellt.