Drang nach Osten

Foto: Magdalena Becker
11. September
19:00 – 20:30

Lesung mit Artur Becker

In seinem autobiografisch gefärbten Familienroman »Drang nach Osten« widmet sich Artur Becker den immer aktuellen Themen Versöhnung und Schuld. Der Protagonist des Romans ist dem Autor zum Verwechseln ähnlich und doch nicht er selbst. Arthur, Ende 40, aus Masuren, lebt als Historiker und Schriftsteller in Bremen. Für Recherchen besucht er seinen Onkel und erfährt von dem ehemaligen Stalinisten, dass er 1945 freiheitshungrige Menschen gefoltert hat, darunter auch Arthurs polnischen Großvater. Schockiert beschließt Arthur, sein nächstes Buch ganz den Schicksalen seiner Großeltern zu widmen und landet schnell bei den immer gleichen Fragen: Wie konnten all die Verbrechen geschehen? Woher kommt das Böse? Was ist Freiheit – und was ist ihr Preis? Artur Becker wurde in Bartoszyce (Masuren) geboren, lebt seit 1985 in Deutschland und veröffentlicht Romane, Erzählungen, Gedichte und Übersetzungen. Für sein Werk wurde er u. a. 2009 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und 2012 mit dem DIALOG-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft ausgezeichnet.

Moderation: Michael Serrer (Literaturbüro NRW)

In Kooperation mit: Literaturbüro NRW

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