900 Jahre jüdisches Leben in Schlesien

Die 1938 zerstörte Breslauer Synagoge
26. Juni
19:00 – 20:30

Buchvorstellung und Gespräch mit Prof. Dr. Arno Herzig

In seinem neuen Buch beschreibt Arno Herzig die wechselvolle Geschichte der Juden in Schlesien von den ersten Ansiedlungen im 12. Jahrhundert bis zur heutigen Situation. Dargestellt werden neben den Diskriminierungen und Konflikten, denen die Juden bis hin zum Holocaust auch in Schlesien ausgesetzt waren, ebenso Phasen des friedlichen Lebens und der geistigen Blüte. Herzig geht ausführlich auf das kulturelle, religiöse und geistige Leben der jüdischen Bevölkerung ein – so beispielsweise auf die mittelalterlichen Gelehrtenschulen in Schweidnitz, Glogau und Zülz und auf Breslau als intellektuelles Zentrum im 19. Jahrhundert – und verdeutlicht, welchen herausragenden Beitrag Persönlichkeiten wie Edith Stein oder Ferdinand Lassalle zur schlesischen Hochkultur und deutschen Kulturgeschichte geleistet haben.

Prof. Dr. Arno Herzig gilt als einer der besten Kenner der Geschichte der Juden in Deutschland. Von 1979–2002 war er Professor an der Universität Hamburg für Geschichte der frühen Neuzeit. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen deutsch-jüdische Geschichte, Reformationsgeschichte sowie Geschichte Schlesiens.

In Kooperation mit: Kulturreferat für Oberschlesien

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