Milda

13. Februar
19:00 – 21:00

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 75 Min., OmeU, Regie: Pavel Křemen

In den letzten zwei Jahren vor der Samtenen Revolution war der heute fast hundertjährige Rentner Milda ein einflussreicher Politiker: er war der zuerst gefürchtete, später verlachte Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Regisseur Pavel Křemen ist es als bisher einzigem Dokumentarfilmer gelungen, Miloš Jakeš näherzukommen und mit ihm über sein Leben und seine Ansichten zu sprechen und ihn nach möglichen Einsichten zu fragen. Der Film bietet die einmalige Gelegenheit zu Einblicken in die Mentalität und Denkweise des einst mächtigen Mannes sowie zu Blicken hinter die Kulissen seines früheren Machtapparates. 

Einerseits ist Jakeš ein dogmatischer Kommunist fast stalinistischer Provenienz. Andererseits ist er ein einsamer alter Mann, der hinter seiner Überzeugung steht und keine Furcht vor Konfrontationen hat. Gerade um diese zwei Seiten ging es dem Regisseurs Pavel Křemen. Als Teil des Projektes »Česká radost« war der Film 2017 in den tschechischen Kinos zu sehen. Auf dem Internationalen Dokumetarfilmfestival Jihlava erhielt er in ebendieser Sektion den Preis der Studenten-Jury. 

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin

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