»Else Lasker-Schüler kann von Lorbeerblättern nicht leben«. Vom Berliner Bohème-Leben in die Jerusalemer Exileinsamkeit

Else Lasker-Schüler 1907
11. Februar
19:00 – 21:00

Vortrag und Lesung von Thomas B. Schumann, musikalische Umrahmung Akampita Steiner

Else Lasker-Schüler, 1869 in Wuppertal-Elberfeld geboren, ist laut Gottfried Benn die »größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte«. Sie war eine herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus. Exotisches Rollenspiel und poetische Legendenbildung bestimmten ihre Vorstellung einer antibürgerlichen Literatur. Ihr bedeutendes Oeuvre ist einem tragischen Leben abgerungen: Früh verließ sie die Sicherheit einer bürgerlichen Existenz und schlug sich in einem zermürbenden Kampf gegen die Armut durch das schillernd-chaotische Berlin der zwanziger Jahre. Als Jüdin wurde sie ins Exil nach Palästina gezwungen, wo sie verarmt und vereinsamt 1945 starb. Mit hebräischem Liedgut, mit Gitarre, ausdrucksstarken Improvisationen und Gedichtvertonungen begleitet Akampita Steiner den Vortrag von Thomas B. Schumann. Thomas B. Schumann ist Autor, Herausgeber, Publizist, Redner, Ausstellungskurator und Kunstsammler. Sein Lebenswerk ist der deutschen Exilliteratur und Exilkunst nach 1933 gewidmet. 

Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa. 

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