Jenseits des Bauhauses – die Architektur der Moderne in Oberschlesien

Foto: Thomas Voßbeck
06. Juni
19:00 – 21:00

Vortrag und Diskussion mit Dr. Juliane Tomann und Dr. Beate Störtkuhl
Oberschlesien ist nicht nur für seine Fabriken und Schornsteine bekannt, sondern auch für seine besonders zahlreichen und herausragenden Bauten der Architekturmoderne des frühen 20. Jahrhunderts. Lange Zeit vergessen und missachtet erleben die Zeugnisse des Neuen Bauens heute eine neue Wertschätzung. Die Bauten der Moderne wurde besonders von der politischen Situation Oberschlesiens geprägt, das 1922 zwischen Deutschland und Polen aufgeteilt wurde. Auf beiden Seiten dieser neuen Grenze setzte eine rege Bautätigkeit ein, die eine Fortschrittlichkeit gegenüber dem Landesteil jenseits der Grenze beweisen sollte.

Auf deutscher Seite stand die Städteregion Hindenburg, Beuthen und Gleiwitz in Konkurrenz zum polnischen Kattowitz, der Hauptstadt der neuen Woiwodschaft Schlesien. Der Vortrag setzt sich mit ausgewählten Zeugnissen dieser besonderen Bauphase auseinander und richtet den Blick sowohl auf ihre Entstehungsgeschichte als auch auf den heutigen Umgang mit der Architektur der Moderne im polnischen Oberschlesien.

Dr. Beate Störtkuhl ist Koordinatorin für Wissenschaft und Kunstgeschichte am Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa und Privatdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Dr. Juliane Tomann leitet den Projektbereich »Geschichte und Öffentlichkeit« am Imre Kertész Kolleg der Friedrich Schiller Universität Jena.

In Kooperation mit: Kulturreferent für Oberschlesien 

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