Gegen den Hass

Foto: Andreas Labes
12. Juni
19:00 – 21:00

Düsseldorfer Literaturtage – Lesung und Gespräch mit Carolin Emcke
In den letzten Jahren hat sich in unserer Gesellschaft Hass breit gemacht: gegen Politiker, Andersdenkende, das »Fremde«. In der zunehmend polarisierten, fragmentierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Carolin Emcke stellt in ihrem engagierten Essay »Gegen den Hass« diesem dogmatischen Denken ein Lob des Vielstimmigen entgegen – als Schutz für die Freiheit des Individuellen und auch Abweichenden. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.
Carolin Emcke, geboren 1967, studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und in den USA. Von 1998 bis 2013 bereiste sie als Journalistin weltweit Krisenregionen. Sie arbeitet heute als freie Autorin und Publizistin, u. a. für den Spiegel, die ZEIT und die Süddeutsche Zeitung. Für ihr Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, 2016 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Moderation: Michael Serrer (Literaturbüro NRW)

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