Der Deutsche Orden und Litauen – Dreihundert Jahre gemeinsame Geschichte

Tannhäuser im weißen Mantel der Deutschordensritter; Foto Wikipedia
19. April
19:00 – 21:00

Vortrag von Prof. Dr. Udo Arnold
Der Deutsche Orden wurde zur Zeit der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert gegründet. Sein ursprünglicher Zweck war die Errichtung und Unterhaltung einer Krankenstation für verwundete Kreuzfahrer. Schon bald übernahmen die Mitglieder des Ordens aber auch militärische Dienste. Als Herzog Konrad von Masowien 1226 den Orden um Hilfe im Kampf gegen die Raubüberfälle der heidnischen Pruzzen und Litauer bat und ihm als Lohn Landbesitz in Aussicht stellte, folgten die Ordensritter seinem Ruf. Damit begann die dreihundertjährige Geschichte des Deutschen Ordens im Osten Europas, in deren Verlauf der Orden einen eigenen Staat mit dem Hauptsitz in der Marienburg gründete. Doch der Widerstand gegen die Macht des Ordens wuchs. 1410, in der legendären Schlacht von Tannenberg, unterlag das Heer des Deutschen Ordens einem polnisch-litauischen Koalitionsheer. Die Macht des Ritterordens begann zu bröckeln. Prof. Dr. Udo Arnold ist einer der renommiertesten Forscher zur Geschichte des Deutschen Ordens.

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