Raissa Orlova-Kopeleva – Eine Frau zwischen Russland und Rheinland

07. März
19:00 – 21:00

Vortrag von Natascha Janovskaja

Die russische Geschichte ist reich an starken Frauen, die die Geschichte und Kultur des Landes nachhaltig prägten. Raissa Orlova-Kopeleva, die Ehefrau des sowjetischen Dissidenten Lev Kopelev, war eine solche herausragende Persönlichkeit: Als Journalistin, freie Schriftstellerin und Expertin für amerikanische Literatur setzte sie sich ebenso wie ihr Mann seit den 1970er-Jahren für die Menschenrechte in der Sowjetunion ein. Mit einem Befehl vom 12. Januar 1981, unterschrieben von Generalsekretär Leonid Brežnev, wurde ihr die sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt. Sie ging gemeinsam mit ihrem Mann ins Exil. In Köln nahm sie seinerzeit Heinrich Böll auf. Doch für die russische Frau jüdischer Abstammung war das Leben im Rheinland ein Spagat zwischen zwei Welten. Über ihre Fähigkeit, eine neue Heimat zu gewinnen, ohne die alte aufzugeben, referiert die Diplom-Pädagogin Natascha Janovskaja.

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