Marianne Moore
Rose Ausländer
15. Mai - 13. Juli

»Liebstes Fräulein Moore – Wonderful Rose«. Rose Ausländer und Marianne Moore

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 15. Mai, 19 Uhr mit einem Vortrag von Helmut Braun

Rose Ausländer emigrierte 1946 ins Exil nach New York. Die Shoa hatte sie…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 15. Mai, 19 Uhr mit einem Vortrag von Helmut Braun

Rose Ausländer emigrierte 1946 ins Exil nach New York. Die Shoa hatte sie nachhaltig gezeichnet. Psychisch und physisch krank war ihr Dichten nicht möglich. Als sie diese Lebensphase überwunden hatte, schrieb sie ihre Gedichte in englischer Sprache. Das Schreiben in der Muttersprache, die »zur Mördersprache geronnen« war, war ihr verwehrt. Zeitgenössische amerikanische Dichterinnen und Dichter wurden ihre Vorbilder. Bald aber fand sie zu ihrem eigenen meisterhaften Stil. Die berühmte amerikanische Poetin Marianne Moore wurde ihr zur Freundin. Die Ausstellung zeigt Manuskripte und Typoskripte der englischen Gedichte, den Briefwechsel zwischen Rose Ausländer und Marianne Moore und Fotos und Dokumente aus den Jahren 1947 bis 1956. 

Laufzeit der Ausstellung: 16. Mai bis 13. Juli 2019

In Kooperation mit: Helmut Braun (Köln) und der Rose Ausländer-Gesellschaft e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e. V., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

19. Juni, 19:00 - 20:30

Kytlice / Zimmer frei

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
2012, 64 Min., OmdU, Regie: Rozalie Kohoutová

Die Dokumentarfilmerin Rozalie Kohoutová kehrt in das Dorf zurück, in…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
2012, 64 Min., OmdU, Regie: Rozalie Kohoutová

Die Dokumentarfilmerin Rozalie Kohoutová kehrt in das Dorf zurück, in dem sie als Kind ihre Sommerferien verbrachte. Auf dem Land hatte der Großvater ein Haus, in dem die ehemaligen deutschen Bewohner angeblich einen Schatz hinterlassen hatten. Als Erwachsene begibt sie sich hier auf eine ganz private, angenehm unaufgeregte Spurensuche. 

Die Regisseurin trifft einen Nachbarn, der inzwischen befreundet ist mit der Deutschen, die als Kind in seinem Haus gelebt hatte. Die beiden haben sogar ein gemeinsames Grab auf dem örtlichen Friedhof. Kohoutová trifft einen Bürgermeister, der den nach Kriegsende ermordeten Deutschen ein Denkmal errichtet, aber nicht die Identität der Täter verraten will. Sie trifft aber auch Leute, die über die Vergangenheit nicht sprechen wollen. Bei ihren Nachforschungen zur Geschichte und den langfristigen sozialen Folgen, die die Vertreibung der Deutschen bis heute hat, begegnen ihr Aufgeschlossenheit, Interesse und Empathie, aber eben auch Gleichgültigkeit und Ignoranz. 

Ständiger Begleiter der Regisseurin ist Ludk, ein naiver Maler und Patient in der örtlichen Psychiatrie. Seine Bilder illustrieren den Film. Seine manchmal erstaunlich hellsichtigen, zuweilen auch ungewollt komischen Kommentare verleihen dem mit leichter Hand gedrehten Dokfilm einen zuweilen absurden Unterton.


In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin