Veranstaltungen

Die Delegation der Zionisten unter Führung Theodor Herzls (Mitte), die Ende Oktober 1898 nach Palästina kam, um mit Wilhelm II. zusammenzutreffen.
28. November - 28. Februar

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen« - Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa

Ausstellung

Eröffnung: 28. November, 18 Uhr

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das…

Ausstellung

Eröffnung: 28. November, 18 Uhr

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das gelobte Land eretz jisrael, das verstreute jüdische Volk. Unter dem Eindruck des aufkommenden Antisemitismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legte Theodor Herzl mit seinen Schriften die Grundlage für die zionistische Bewegung. Sie hatte die Wiederansiedlung von Juden in Palästina und den Aufbau eines Staatswesens zum Ziel.

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen« ermutigte Theodor Herzl in seinem utopischen Roman »Altneuland« zur Realisierung dieser Vision. Über 200.000 Juden kamen seit den 1880er-Jahren bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland in mehreren Einwanderungswellen nach Palästina, bis 1933 überwiegend aus Osteuropa. Polen bildete das Zentrum zionistischer Aktivität. Zionisten in Polen waren in zahlreichen Parteien, Vereinen und Jugendbewegungen organisiert. In Palästina organisierten sich die jüdischen Einwanderer in einer Gemeinschaft mit vorstaatlichen Strukturen, dem sogenannten Jischuw.

Während der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung nahm Palästina unter den Ländern, in denen europäische Juden Zuflucht fanden, einen besonderen Stellenwert ein. Flüchtlinge, die nach Palästina emigrierten, hofften auf einen jüdischen Nationalstaat, dessen Bürger und Bürgerinnen sie sein würden, und nicht, wie in allen anderen Exilländern eine gesellschaftliche Minderheit. Mit Kriegsende im Mai 1945 kam es zur Massenflucht jüdischer Holocaustüberlebender aus Osteuropa in die westlichen Besatzungszonen. Hier lebten sie in Auffanglagern als sogenannte »Displaced Persons« (DP). Für ca. eine Viertelmillion jüdische Menschen begann dort eine weitere ungewisse Wartezeit. Nur etwa 3.000 jüdischen DPs wurde zwischen 1945 und 1950 die Einreise nach Großbritannien erlaubt. Erst mit der Gründung des Staates Israel im Mai 1948 eröffnete sich die Chance auf einen Neubeginn. Bis Ende des Jahres trafen mehr als 100.000 jüdische Neueinwanderer in Israel ein; bis Dezember 1951 stieg ihre Zahl auf ca. 700.000. Die meisten Einwanderer kamen aus Osteuropa, wo sie von neuer anti-jüdischer Gewalt bedroht waren. Die im Gerhart-Hauptmann-Haus gezeigte Ausstellung wurde vom Haus der Heimat Baden Württemberg anlässlich der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren konzipiert und erinnert an die jüdischen Auswanderer. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Lebenswege und Personen, unter ihnen Lea Rabin (geb. Schloßberg), der Schriftsteller Max Brod, der Maler und Grafiker Jakob Steinhardt aus Posen und viele andere. Die Ausstellung erläutert die Gründe ihrer Emigration wie ihr Wirken in Kunst, Kultur und Bildung, in Gesellschaft und Politik.

Laufzeit der Ausstellung: 28.11.2018 bis 28.02.2019

In Kooperation mit: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia
21. Februar, 19:00 - 21:00

Die Zweite Polnische Republik 1918–1939. Fakten, Mythen und Legenden

Lesung und Gespräch mit Wolfgang Templin
Veranstaltungsort: Polnisches Institut, Citadellstraße 7, Düsseldorf

Die Zweite Republik der Polen gab es…

Lesung und Gespräch mit Wolfgang Templin
Veranstaltungsort: Polnisches Institut, Citadellstraße 7, Düsseldorf

Die Zweite Republik der Polen gab es gerade einmal zwei Jahrzehnte. Wie es dazu kam, erklärt der Publizist und Polenexperte Wolfgang Templin mit einem präzisen Blick auf rund eintausend Jahre Geschichte – vom Großreich der polnischen Piasten-Dynastie über die Zeit der Jagiellonen-Herrschaft, die polnischen Aufstände im 
18. Jahrhundert, die Napoleonischen Kriege, die Russische Revolution, den Ersten Weltkrieg und den Zerfall Europas. Den Schwerpunkt in der Vorstellung seines im Schöningh Verlag im vergangenen Jahr erschienenen Buches »Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918-1939« legt Templin auf die polnische Staatsneugründung in ihrer Bedeutung für die europäische Nachkriegssituation.

In Kooperation mit: Polnisches Institut Düsseldorf und Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.

Bild: Kenji Higuchi
22. Februar - 03. Mai

Fukushima: Eine notwendige Erinnerung. Fotografien von Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des achten Jahrestags der Dreifachkatastrophe in…

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des achten Jahrestags der Dreifachkatastrophe in Fukushima zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kooperation mit dem aus japanischen und deutschen Mitgliedern bestehende Verein "Sayonara-Nukes-Düsseldorf" eine Ausstellung des Fotojournalisten Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg.

Menschen mit Gesichtsmasken, eine von Giftgasen geschädigte Insel, Badegäste am Strand des nahen Mihama-Atomkraftwerks, ein risikoreicher Atomtransport, verstrahlte Arbeiter in den AKWs, verfälschte Strahlendosis-Daten – seit über 40 Jahren dokumentiert Kenji Higuchi Schicksale einzelner »Opfer des industriellen Wohlstands in Japan«, die unter Kernenergie, Atomkraft und Krieg gelitten haben und noch leiden. Seine eindrucksvollen Fotografien zeigen die Schattenseiten des rapiden wirtschaftlichen Wachstums in Japan, die Umweltschäden und die damit verbundenen Erkrankungen der Bevölkerung.

Bereits seit den 1970er-Jahren begleitet Kenji Higuchi japanische AKW-Leiharbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und großer Gefahr ausgesetzt sind. Higuchi fotografierte und dokumentierte auch die Nachwirkungen der Giftgasproduktion auf der vor Hiroshima gelegenen Insel Ōkunoshima. Nach dem Genfer Vertrag ist die Verwendung von Giftgas untersagt. Deshalb wurde die Existenz dieser Fabrik streng geheim gehalten und die Insel von der japanischen Landkarte gestrichen. Auch 2011 verschaffte sich Higuchi nach der Nuklearkatastrophe im AKW Fukushima-Daiichi Zugang zum Unfallort. Dort hielt er die Arbeiten der Liquidatoren fest, die der hohe Radioaktivität ausgesetzt waren. Er dokumentiert das Schicksal dieser Arbeiter bis heute.

Kenji Higuchi war Professor der Fotografie an mehreren Institutionen in Tokyo und auch Berater des Nippon Photography Institute. 2001 erhielt er für seine Aufklärungsarbeit den Nuclear-Free-Future-Award der NGO »World Uranium Hearing«.

Mit dieser Ausstellung erinnert das Gerhart-Hauptmann-Haus ebenfalls an die Aufnahme der deutsch-japanischen Beziehungen, die vor 160 Jahren mit der sogenannten Eulenburg-Mission begann. Der Ostpreuße Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg (geb. 1815 in Königsberg, gest. 1881 in Schöneberg) stand im Oktober 1859 als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister an der Spitze der Preußischen Ostasienexpedition. Durch Eulenburgs große Beharrlichkeit und Geschick kamen die Handels-, Freundschafts- und Schifffahrtsverträge 1861 mit Japan und zunächst dem Staat Preußen zustande. Deutsch-Japanische Gesellschaften gründeten sich in Deutschland seit den 1880er-Jahren.

In Kooperation mit:

  • Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund
  • IPPNW-Regionalgruppe Dortmund


BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

FILMVORFÜHRUNG
Fr., 22. März 2019, 18:00 Uhr
»KANON DER KLEINEN STIMMEN«
Japan 2015, 120 Min., OmU, Regie: Hitomi Kamanaka

Der in Japan gedrehte Dokumentarfilm begleitet und dokumentiert zwei Jahre lang das Leben und Schicksal einiger Familien, die aus der Nähe des Fukushima-AKWs geflüchtet sind.

FILMVORFÜHRUNG
Sa., 06. April 2019, 18:00 Uhr
»MEINE REISE MIT DEN HIBAKUSHA«
D 2014, OmU, Regie: Takashi Kunimoto

Der in Braunschweig lebende Filmemacher Takashi Kunimoto begleitete die Überlebenden der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki auf einer interkontinentalen Schiffsreise der NGO „Peace Boat“ – eine Reise, die vor dem Vergessen warnen sollte.

FILMVORFÜHRUNG
Mi., 24. April 2019, 18:00 Uhr
KURZDOKUMENTARFILME der japanische Filmemacherin Hitomi Kamanaka über Fukushima und Tschernobyl (OmU)

 

Quelle: privat
06. März, 15:00 - 17:00

Bücher im Gespräch: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin von Freikorpssoldaten festgenommen, im Hotel Eden unter schweren Misshandlungen…

Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin von Freikorpssoldaten festgenommen, im Hotel Eden unter schweren Misshandlungen verhört und anschließend ermordet. Die Tat rief nicht nur bei der politischen Linken Entsetzen und Empörung hervor. Was genau geschah am 15. Januar? Wofür sind die beiden Revolutionsführer gestorben? Wer waren die Täter und in wessen Auftrag handelten sie? Zum hundertsten Todestag stehen Neuerscheinungen über Luxemburg, Liebknecht und die Vorgänge im Januar 1919 im Mittelpunkt der Reihe »Bücher im Gespräch«. 

Anmeldung bis 05.03. per Email unter bibliothek(æt)g-h-h.de oder per Tel. 0211-16991-30 

06. März, 19:00 - 21:00

Ein phantastischer Realist aus Oberschlesien. Der Schriftsteller August Scholtis – zum 50. Todestag

Bebilderter Vortrag von Peter Börner

August Scholtis, geboren 1901 in Bolatitz (Bolatice), stammte aus dem Hultschiner Ländchen, einem Teil…

Bebilderter Vortrag von Peter Börner

August Scholtis, geboren 1901 in Bolatitz (Bolatice), stammte aus dem Hultschiner Ländchen, einem Teil Oberschlesiens, der nach dem Ersten Weltkrieg an die Tschechoslowakei fiel. Seine Bedeutung für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts verdankt er vor allem seinem Debütroman »Ostwind« (1932). Darin entwickelt der später lange in Berlin lebende Schriftsteller in höchst eigenwilliger, fesselnder Weise ein Kaleidoskop der uns historisch fremd gewordenen und kulturell wohl vielen immer fremd gebliebenen slawisch-deutschen Welt Oberschlesiens. Die Lektüre ist bis heute ein Leseabenteuer. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Scholtis nicht wieder an die Erfolge seines ersten Romans anknüpfen, sein Reisebericht »Reise nach Polen« (1962) griff der Verständigung mit Polen in der Brandt-Ära voraus. Der Vortrag gibt Einblicke in das erzählerische Gesamtwerk und seine Rezeption, nicht zuletzt in Tschechien und Polen, und er vermittelt – im 50. Todesjahr des Autors – einen Eindruck seiner nicht unumstrittenen Persönlichkeit.

In Kooperation mit: Kulturreferat für Oberschlesien

Quelle: Wikipedia
11. März, 18:00 - 20:00

Von der Baba Jaga zur modernen Babuschka

Vortrag zum Internationalen Frauentag von Natascha Janovskaja

Im russischen Märchen spielt eine alte, runzelige Hexe eine wichtige Rolle: Baba Jaga.…

Vortrag zum Internationalen Frauentag von Natascha Janovskaja

Im russischen Märchen spielt eine alte, runzelige Hexe eine wichtige Rolle: Baba Jaga. Sie wohnt in einem Holzhäuschen auf Hühnerbeinen und kann sowohl gut als auch böse sein. Die Figur der älteren weiblichen Gestalt, die Menschen manchmal hilfreich, manchmal bedrohlich entgegenkommt, ist in der russischen Literatur gut bekannt, sie tritt etwa in der Gestalt von Puschkins Kindermädchen, Arina Radionowa, auf. Doch auch die moderne russische Gegenwartsprosa beschäftigt sich mit älteren Frauen: Die Babuschka kommt auf den sibirischen Baustellen der Stalin-Zeit vor, sie hat ihren Platz in der Dorfprosa, aber sie findet auch Platz in den Werken von in Deutschland lebenden russischsprachigen Schriftstellerinnen wie Viktórija Tokarewa, Lena Gorelik oder Olga Kaminer. Natascha Janovskaja untersucht das Bild der Babuschka von der mythischen Märchengestalt bis zur aktiven Großmutter der heutigen Zeit.

Quelle: Wikipedia
12. März - 03. Mai

Die deutsche Minderheit in Rumänien – Geschichte und Gegenwart im vereinten Europa

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler…

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler aus Luxemburg, Lothringen und den Bistümern Köln und Trier in das Gebiet des heutigen Transsylvaniens. Man bezeichnete sie später als Siebenbürger Sachsen. Im 18. Jahrhundert folgten Auswanderer aus Süddeutschland, die sich im damals dem Habsburger Reich zugehörigen Banat niederließen. 750.000 Deutsche lebten vor dem Zweiten Weltkrieg in Rumänien: Mit rund vier Prozent der Bevölkerung stellten sie damals nach den Ungarn die zweitgrößte Minderheit des Landes.

Die Minderheit reduzierte sich durch die Zwangsumsiedlungen der Nationalsozialisten, Flucht und Verschleppungen nach dem Einmarsch der Roten Armee während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1970er- und 1980er-Jahren verließen Zehntausende Deutsche – durch Westdevisen freigekauft – den unter dem sozialistischen Diktator Nicolae Ceauşescu zunehmend verarmenden Karpatenstaat. Nach dem Fall des Diktators und der Öffnung des »Eisernen Vorhangs« folgte Anfang der 1990er-Jahre ein Massenexodus der deutschen Minderheit. Allein 1990 und 1991 schrumpfte sie auf ca. 60.000 Menschen, für die sich das Leben radikal ändern.

Gezeigt wurde die vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest erstellte Ausstellung im vergangenen Jahr u. a. im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, in Liechtenstein und im Europäischen Parlament in Brüssel. Referenten: Dr. Paul Jürgen Porr und Benjamin Jozsa (Vorsitzender und Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien) sowie Rainer Lehni, Vorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Düsseldorf.

Laufzeit der Ausstellung: 13.03. – 03.05.2019

In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen und Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien

Mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest

13. März, 19:00 - 21:00

Bohu žel / God Forsaken

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2018, 80 Min., OmeU, Regie: Saša Dlouhý

Auch wenn die Flüchtlingsströme der letzten Jahre weitgehend an…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2018, 80 Min., OmeU, Regie: Saša Dlouhý

Auch wenn die Flüchtlingsströme der letzten Jahre weitgehend an Tschechien vorbei gehen, ist die Stimmung dort mancherorts aufgeheizt und die Angst vor den Fremden beträchtlich. In der Realität sind es vergleichsweise wenige Menschen, die in Tschechien um Asyl bitten. Sechs von ihnen hat Regisseur Saša Dlouhý porträtiert und dafür mehrere Jahre lang mit der Kamera begleitet. Er traf auch Vertreter von Hilfsorganisationen, die die Einzelschicksale in einen größeren Zusammenhang setzen. 

»Meinen Sohn habe ich vier Jahre nicht gesehen, meine Enkelin noch gar nicht. Wir sprechen per Skype miteinander«, erzählt der Georgier Zurab, der in Prag seit zwanzig Jahren auf die Entscheidung über seinen Asylantrag wartet. Vladimir aus Russland hatte mehr Glück. Er wurde zu Hause verfolgt, weil er sich öffentlich für den Einmarsch der sowjetischen Truppen 1968 in Prag entschuldigt hat. Er erhielt Asyl für sich und seine Familie. Hadi aus Syrien will kein Asyl, er fühlt sich in Tschechien nicht willkommen. Da hilft es auch nichts, dass es Organisationen gibt, die sich der Asylsuchenden annehmen. Diese knüpfen mit ihrer Arbeit an die tschechische Hilfsbereitschaft Anfang der 1990er-Jahre an, als das Land Tausende aus Jugoslawien geflüchtete Bosnier und Kosovaren aufnahm, ohne dass dies irgendwelche Proteste auslöste.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin

15. März, 17:00 - 20:00

Nacht der Bibliotheken 2019 unter dem Motto »mach es!« - Workshop zur Familienforschung

Oma kommt aus Schlesien, der Opa aus Ostpreußen. Wie kamen die beiden nach NRW? Das Interesse an den familiären Wurzeln ist groß, aber keiner mehr da,…

Oma kommt aus Schlesien, der Opa aus Ostpreußen. Wie kamen die beiden nach NRW? Das Interesse an den familiären Wurzeln ist groß, aber keiner mehr da, der einem etwas erzählen kann? Da hilft nur eigene Forschung! Bei der Nacht der Bibliotheken stellt das Bibliotheksteam die Grundlagen der Familienforschung vor: Wie fange ich an? Wo kann ich fündig werden? Welche praktischen Hilfsmittel gibt es? Neben Kurzvorträgen (jeweils zur vollen Stunde) und Informationsstationen gibt es praktische Hilfe bei ersten Recherchen. 

16. März, 12:00 - 14:00

Baltische Lebenswege – Persönlichkeiten in Estland und Lettland

Eine Rätsel-Lesung mit Arne Mentzendorff

Welcher Wissenschaftler wollte lange vor dem Internet ein geistiges globales Netzwerk errichten? Welche…

Eine Rätsel-Lesung mit Arne Mentzendorff

Welcher Wissenschaftler wollte lange vor dem Internet ein geistiges globales Netzwerk errichten? Welche Bauerntochter wurde zunächst verschleppt, kam dann in höchste Kreise und gelangte schließlich an die Spitze eines großen Reiches? Welcher spätere weltbekannte Politiker saß in Riga einer Künstlerin für eine Engelsfigur Modell? Welcher Dichter verbrachte einen baltischen Winter in einem kaum beheizbaren Sommerhaus?

Die Geschichte des Baltikums spiegelt sich in den Lebenswegen vieler Persönlichkeiten wider, die dort ihr Leben verbracht oder sich nur vorübergehend aufgehalten haben. Bei diesem Ratespiel um berühmte Menschen ist der Name derjenigen Person herauszufinden, die sich hinter dem beschriebenen Lebensweg verbirgt. Versteckte Hinweise und Umschreibungen bekannter Tatsachen helfen dabei. So wird die Lektüre zu einem vergnüglichen Streifzug durch baltische Kultur und Geschichte.

In Kooperation mit: Deutsch-Baltische Landsmannschaft in NRW e. V.

Quelle:Bundesarchiv_Bild_
183-1989-1027-300,_Christa_Wolf
18. März, 19:00 - 21:00

Eine, die aneckte. Manchmal - Zum 90. Geburtstag von Christa Wolf (1929–2011)

Kommentierte Lesung mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder

Als Christa Wolf Anfang Dezember 2011 starb, widmeten ihr fast alle…

Kommentierte Lesung mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder

Als Christa Wolf Anfang Dezember 2011 starb, widmeten ihr fast alle bedeutenden Medien in Deutschland ausführliche Nachrufe. Deren Tenor war im Wesentlichen: Zweifellos eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, aber ... In der »Süddeutschen Zeitung« etwa hieß es, dass sie »aneckte«, aber eben nur »manchmal«. Für viele nicht oft, nicht entschieden genug, jedenfalls solange Christa Wolf eine privilegierte Künstlerin in der DDR war. Die Veranstaltung versucht anhand von Texten Christa Wolfs deren Lebensweg als politisch engagierte Schriftstellerin zwischen NS- und SED-Diktatur bis ins vereinte Deutschland nachzuzeichnen. Dieser Lebensweg verlief gewiss – wie bei jedem Menschen – nicht ohne Wendungen und Irrtümer, ist aber allemal ein deutsches Lehrstück nicht nur in literarischer Hinsicht.

Quelle: privat, Wikipedia
20. März, 19:00 - 21:00

Heimatlos. Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung

Buchvorstellung mit Dr. Christopher Spatz 

Seit September 1945 wurde das karg ausgestattete "Grenzdurchgangslager Friedland" in Niedersachsen für…

Buchvorstellung mit Dr. Christopher Spatz 

Seit September 1945 wurde das karg ausgestattete "Grenzdurchgangslager Friedland" in Niedersachsen für Millionen von Menschen zum Ort des Neubeginns: Hier fanden Flüchtlinge und Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler aus den ehemals deutschen Ost- bzw. Siedlungsgebieten, später dann auch andere verfolgte und existenziell bedrohte Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt erste Aufnahme und Hilfe. Freud und Leid waren dabei stets eng benachbart: Verlust von Heimat, oft auch von Angehörigen und Freunden, und Gewinn von Freiheit und Sicherheit waren ineinander verwoben. Der Berliner Historiker Christopher Spatz hat die Geschichte des Lagers, aber auch viele bewegende menschliche Geschichten dort in seinem neuen Buch atmosphärisch dicht eingefangen. Er hat sie mit eindrucksvollen Bildern kombiniert, die der Fotograf Fritz Paul (1919-1998) in den ersten Nachkriegsjahren in Friedland angefertigt hat.

In Kooperation mit: Kulturreferat für Oberschlesien

21. März, 19:00 - 21:00

Deutschland ist bedroht. Warum wir unsere Werte jetzt verteidigen müssen.

Lesung und Gespräch mit der Journalistin Düzen Tekkal 

Die in Hannover geborene, aus einer jesidisch-kurdischen Familie stammende Journalistin Düzen…

Lesung und Gespräch mit der Journalistin Düzen Tekkal 

Die in Hannover geborene, aus einer jesidisch-kurdischen Familie stammende Journalistin Düzen Tekkal ist für ihre mutigen und engagierten Reportagen nicht zuletzt aus den Kriegs- und Vertreibungsgebieten des Nahen Ostens bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Entschieden gegen extremistische Positionen Stellung nehmend, setzt sie sich in ihrem neuen Buch offen mit den Problemen auseinander, die die Integration von Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung mit sich bringt. Die Werte des Grundgesetzes sind für sie dabei das, was unbedingt verteidigt werden muss.

In Kooperation mit: Konrad-Adenauer-Stiftung, Landes- und Regionalbüro Rheinland

25. März, 19:00 - 21:00

Mehr als schöne Küsten. Kroatien – ein unbekannter Nachbar?

Lesung und Gespräch mit Alida Bremer

Als in den 1970er- und 1980er-Jahren noch mitten durch Europa der »Eiserne Vorhang« verlief, war Kroatien…

Lesung und Gespräch mit Alida Bremer

Als in den 1970er- und 1980er-Jahren noch mitten durch Europa der »Eiserne Vorhang« verlief, war Kroatien angesichts des vom jugoslawischen Machthaber Josip Broz Tito eingeschlagenen Sonderweges längst ein bevorzugtes Urlaubsziel vieler Deutscher. Nur wenige Besucher interessierten sich genauer für die bewegte Geschichte der Region, die immer wieder die Begehrlichkeiten größerer Nachbarn auf sich zog, angefangen von den Römern, über das Osmanische Reich, die Habsburger, die NS-Machthaber und das faschistische Italien bis hin zu Josef Stalins Sowjetunion. Vielleicht richtete sich noch einiges Interesse aus Deutschland auf Kroatien, als zu Beginn der 1990er Jugoslawien auseinanderbrach und das Land den nicht gewaltfreien Weg in die Unabhängigkeit einschlagen konnte. Doch wie viele Deutsche haben näher zur Kenntnis genommen, dass Kroatien seit Juli 2013 das jüngste EU-Mitglied ist? Alida Bremer, gebürtige Kroatin, in ihrer deutschen Wahlheimat seit vielen Jahren als Übersetzerin und Kulturvermittlerin renommiert, gibt Nachhilfeunterricht – dies auch mit Hilfe ihres hochgelobten, autobiographisch gefärbten Romans »Olivas Garten«.

Die Veranstaltung gehört zum Rahmen- und Vorbereitungsprogramm für die Studienreise nach Slowenien und Kroatien im Mai 2019.

Marienkirche in Danzig, 1920
Quelle: Wikipedia
29. März, 19:00 - 21:00

Das »Danzig Dilemma« – Entstehung, Existenz und Ende der Freien Stadt Danzig

Vortrag und Diskussion mit Gerhard Erb

Die Artikel 100 bis 108 des Versailler Vertrages vom 28. Juni 1919 schufen vor 100 Jahren eine prekäre…

Vortrag und Diskussion mit Gerhard Erb

Die Artikel 100 bis 108 des Versailler Vertrages vom 28. Juni 1919 schufen vor 100 Jahren eine prekäre Konstruktion: Die traditionsreiche Ostseemetropole Danzig mit damals rund 250.000 Einwohnern ganz überwiegend deutscher Nationalität wurde mit einem Teil ihrer geographischen Umgebung aus dem Staatsgebiet des Deutschen Reiches herausgelöst und zur »Freien Stadt« erklärt, über welche der mit dem Vertrag zugleich begründete Völkerbund die Oberaufsicht führen sollte. Daraus leitete sich eine Vielzahl von Konflikten insbesondere mit dem wiederbegründeten polnischen Staat ab – nicht von ungefähr fanden die ersten Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs in Danzig statt. Gerhard Erb beleuchtet die Geschichte der Freien Stadt Danzig aus heutiger Sicht.

In Kooperation mit: Adalbertuswerk e. V. Bildungswerk der Danziger Katholiken