Veranstaltungen

15. September - 11. November

Pilsener Momente

Texte und Fotografien der Stadtschreiberin von Pilsen 2015 Wolftraud de Concini
Ausstellung

Die westböhmische Metropole Pilsen war im Jahr 2015…

Texte und Fotografien der Stadtschreiberin von Pilsen 2015 Wolftraud de Concini
Ausstellung

Die westböhmische Metropole Pilsen war im Jahr 2015 Kulturhauptstadt Europas. Die in Italien lebende Publizistin mit böhmischen Wurzeln, Wolftraud de Concini, berichtete mehrere Monate als Stadtschreiberin auf ihrem Blog über Ereignisse und Gesehenes in Pilsen. Während ihres Aufenthalts 2015 entstanden auch die Texte und Fotografien, die im Gerhart-Hauptmann-Haus präsentiert werden.

Darunter auch Bilder von der  Installation in der Georgskirche in Luková: Der junge tschechische Designer Jakub Hadrava erinnert in diesem Gotteshaus, das inzwischen weltweit als »Geisterkirche« bekannt ist, mit 32 sitzenden und hockenden Figuren aus mit Gips durchtränkten Stoffen an die ehemaligen, bei Kriegsende ausgesiedelten deutschsprachigen Einwohner des Dorfes im Nordwesten von Pilsen.

In Kooperation mit: Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam, und Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein, München

Arno Surminski
27. September, 19:00 - 21:00

Als der Krieg zu Ende ging

Neuer Erzählband  
Lesung und Gespräch mit Arno Surminski

Die Geburtsorte von Arno Surminski (geb. 1934) und Siegfried Lenz (1926–2014) liegen nicht…

Neuer Erzählband  
Lesung und Gespräch mit Arno Surminski

Die Geburtsorte von Arno Surminski (geb. 1934) und Siegfried Lenz (1926–2014) liegen nicht allzu weit voneinander entfernt und nach dem Untergang des alten Ostpreußen durch NS-Gewaltherrschaft, Krieg, Flucht und Vertreibung 1944/45 hat der Zufall die beiden Erzähler erneut zueinander geführt. Die befreundeten Autoren leben – beziehungsweise lebten – beide in Hamburg. Seit dem Tod von Lenz im Jahr 2014 ist Arno Surminski der bedeutendste lebende deutschsprachige Erzähler, der die ostpreußische Welt der Vorkriegs- und Kriegszeit noch aus eigener Erfahrung kennt. Surminski verschweigt das Grauen des Krieges nicht, dennoch blitzen in seinen Werken immer auch Humor und eine zur Nachsicht bereite Liebe zu den »ganz normalen Menschen« auf. Surminski ist nicht allein Schriftsteller, sondern zugleich ein brillanter mündlicher Erzähler und jede Begegnung mit ihm ein Erlebnis.

Edith Stein © wikipedia.com
29. September, 19:00 - 21:00

Jüdin, Philosophin, katholische Ordensfrau und NS-Opfer

Edith Stein 
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Am 12. Oktober 2016 jährt sich der Geburtstag von Edith Stein zum 125. Mal.…

Edith Stein 
Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Am 12. Oktober 2016 jährt sich der Geburtstag von Edith Stein zum 125. Mal. Die bedeutende Philosophin und Theologin ist nur 50 Jahre alt geworden. Zwischen Edith Steins Geburt in der schlesischen Metropole Breslau und ihrer Ermordung durch das NS-Regime liegt ein außergewöhnlicher Lebensweg. Edith Stein stammte aus einer kinderreichen jüdisch-orthodoxen Familie, streng erzogen in der religiösen Tradition. Dennoch schlug sie einen für eine Frau damals unüblichen Bildungsgang ein.

Sie studierte Psychologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1922 konvertierte Edith Stein zum Katholizismus, 1933 trat sie in das Kölner Karmelitinnen-Kloster ein. Ihr Glaube konnte sie allerdings nicht vor der antisemitischen Verfolgung bewahren. Am 2. August 1942 wurden Edith Stein verhaftet, nach Auschwitz deportiert und dort unmittelbar nach dem Eintreffen ermordet. Im Jahre 1998 hat Papst Johannes Paul II. Edith Stein heiliggesprochen. Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz erinnert in ihrem Vortrag an eine der wichtigsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.