Veranstaltungen

Gerda Taro und Robert Capa
16. März - 15. Mai

Bilder der Solidarität

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg…

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Tod der Fotojournalistin Gerda Taro vor 80 Jahren zeigt die von Benedikt Behrens (Hamburg) kuratierte Ausstellung überwiegend unbekannte Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem Militärputsch in Spanien am 18. Juli 1936 gingen die beiden Fotografen Gerda Taro und Robert Capa nach Spanien, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Sie fotografierten die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs von der republikanischen Seite für verschiedene internationale Zeitungen. Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor in Spanien von einem Panzer überrollt und verstarb. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro. Die Negative der gezeigten Fotos von Gerda Taro sind erst vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit dem Wiederauffinden des legendären »mexikanischen Koffers« entdeckt worden.

Demonstration St. Petersburg 1917
30. März, 19:00 - 21:00

Leben in der Katastrophe. Die russische Revolution 1914–1924

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Baberowski

Zu den einschneidenden Zäsuren des 20. Jahrhunderts gehören die revolutionären Ereignisse in Russland im Jahr…

Vortrag von Prof. Dr. Jörg Baberowski

Zu den einschneidenden Zäsuren des 20. Jahrhunderts gehören die revolutionären Ereignisse in Russland im Jahr 1917. Die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen im Osten Europas hatten weltweite Auswirkungen, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. 100 Jahre nach Februar- und Oktoberrevolution nimmt der Berliner Osteuropahistoriker Jörg Baberowski das Jahrzehnt des Ausnahmezustands in Russland in den Blick. Professor Baberowski zählt zu den profundesten Kennern der neueren osteuropäischen Geschichte und hat sich mit zahlreichen Veröffentlichungen zu Terror und Gewalt einen internationalen Ruf erworben.

01. April, 10:30 - 12:30

Carl Maria Splett – Das Wirken des Danziger Bischofs in Westdeutschland 1956 bis 1964

Vortrag und Zeitzeugengespräch mit Gerhard Erb
Im Dezember 1956 wurde der Danziger Bischof Carl Maria Splett aus der Internierung im kommunistischen…

Vortrag und Zeitzeugengespräch mit Gerhard Erb
Im Dezember 1956 wurde der Danziger Bischof Carl Maria Splett aus der Internierung im kommunistischen Polen entlassen und musste nach Westdeutschland ausreisen. Zunächst kam er zu Freunden nach Neuss, dann nahm er Quartier in Düsseldorf. Das Wirken des Bischofs in Westdeutschland war nicht nur geprägt von der Sorge um die Danziger Katholiken in der Vertreibung. Splett übernahm auch Aufgaben in den Diözesen Köln, Aachen und Münster und war beim Zweiten Vatikanischen Konzil tätig. 60 Jahre nach der Ankunft von Bischof Splett in Deutschland erinnert Gerhart Erb in seinem Vortrag an die Tätigkeit des Geistlichen. Gerhard Erb ist Zeitzeuge und hat sich mit seinem Buch »Bischof von Danzig in schwerer Zeit – Carl Maria Splett« als Kenner der Materie einen Namen gemacht.

03. April, 19:00 - 21:00

Intervention und Nichtintervention. Zur Internationalisierung des Spanischen Bürgerkriegs

Vortrag von Prof. Dr. Walter L. Bernecker
Ursprünglich war der Spanische Bürgerkrieg zwar eine innerspanische Auseinandersetzung, Verlauf und Ausgang…

Vortrag von Prof. Dr. Walter L. Bernecker
Ursprünglich war der Spanische Bürgerkrieg zwar eine innerspanische Auseinandersetzung, Verlauf und Ausgang wurden aber durch seine Internationalisierung entschieden. Der Vortrag geht auf die deutsche und italienische Intervention ein, auf die sowjetische und die der Internationalen Brigaden und auf die »Nichtintervention« Großbritanniens, Frankreichs und der USA, die von größter Bedeutung war. Ohne das ausländische Eingreifen wäre der Putsch schnell in sich zusammengebrochen und Spanien wäre der grausamste Krieg seiner Geschichte erspart geblieben.

05. April, 19:00 - 21:00

Normální autistický film / Normal Autistic Film

CZ-Film 2016, 92 Min., OmeU, Regie: Miroslav Janek
Der tschechische Dokumentarfilmer Miroslav Janek hat einen unverwechselbaren Blick auf die Welt und…

CZ-Film 2016, 92 Min., OmeU, Regie: Miroslav Janek
Der tschechische Dokumentarfilmer Miroslav Janek hat einen unverwechselbaren Blick auf die Welt und hält uns dazu an, das Phänomen Autismus nicht länger als medizinische Diagnose zu sehen, sondern als eine faszinierende, manchmal schwer zu verstehende Art zu denken. »Der [...] Film [...] stellt den üblichen Blick auf ein Handicap in Frage, das wir in der Regel als Ausdruck der Andersartigkeit wahrnehmen; in Janeks Verständnis wird die Andersartigkeit zu etwas Außerordentlichem« urteilte die Jury des Internationalen Dokumentarfilmfestivals Ji.hlava, die den Film zusammen mit FC Roma als besten tschechischen Dokumentarfilm des Jahres 2016 auszeichnete.
Der direkte, nachdenkliche Lukáš hat einen ausgeprägten Sinn für Humor, er mag Filme und schreibt eigene Drehbücher. Der Klaviervirtuose Denis komponiert anspruchsvolle klassische Musikstücke, er ist außerordentlich intelligent und belesen. Marjamka ist in der Lage, lange Geschichten auf Englisch zu erzählen, ihr unermüdlicher Bruder Ahmed wiederum ist ungewöhnlich freundlich. Fünf bewundernswerte Kinder, denen die Gesellschaft einvernehmlich das wenig schmeichelhafte Etikett »autistisch« verpasst hat.
Vor dem Film gibt es eine Einführung von Gaby Babić, der Festivaldirektorin von goEast, die das 17. Festival des mittel- und osteuropäischen Films und den tschechischen Länderfokus Czech Cinema Now! vorstellen wird. Weitere Informationen zum Programm ab Anfang April unter
www.filmfestival-goeast.de

06. April, 19:00 - 21:00

Dichter der sarmatischen Landschaft. Zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski

Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke
Als Johannes Bobrowski 1965 mit nur 48 Jahren starb, war er gerade dabei, eine feste Größe in der deutschsprachigen…

Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke
Als Johannes Bobrowski 1965 mit nur 48 Jahren starb, war er gerade dabei, eine feste Größe in der deutschsprachigen Literatur zu werden – in Ost wie in West. Als Lyriker war er ein Solitär – seine Dichtung wird heute in einem Atemzug mit der von Nelly Sachs und Paul Celan genannt. Mit seiner Prosa gehört er in die Reihe der großen »ostdeutschen« Autoren wie Günter Grass, Siegfried Lenz und Uwe Johnson.
In der Nachkriegszeit wandte er sich Sarmatien zu, dem Raum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Die Landschaft, das Zusammenleben der deutschen, baltischen und slawischen Kulturen, ihre Sprachen und Mythen flossen in sein Werk ein. Am 9. April wäre Bobrowski 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass referiert
Dr. Jörg B. Bilke über Bobrowski. Bilke, geb. 1937, wurde 1961 in Leipzig verhaftet und zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er den als Staatsfeind geltenden Autor Erich Loest besucht hatte. In der DDR-Literatur kennt er sich aus wie kein zweiter.

Tannhäuser im weißen Mantel der Deutschordensritter; Foto Wikipedia
19. April, 19:00 - 21:00

Der Deutsche Orden und Litauen – Dreihundert Jahre gemeinsame Geschichte

Vortrag von Prof. Dr. Udo Arnold
Der Deutsche Orden wurde zur Zeit der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert gegründet. Sein ursprünglicher Zweck war die…

Vortrag von Prof. Dr. Udo Arnold
Der Deutsche Orden wurde zur Zeit der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert gegründet. Sein ursprünglicher Zweck war die Errichtung und Unterhaltung einer Krankenstation für verwundete Kreuzfahrer. Schon bald übernahmen die Mitglieder des Ordens aber auch militärische Dienste. Als Herzog Konrad von Masowien 1226 den Orden um Hilfe im Kampf gegen die Raubüberfälle der heidnischen Pruzzen und Litauer bat und ihm als Lohn Landbesitz in Aussicht stellte, folgten die Ordensritter seinem Ruf. Damit begann die dreihundertjährige Geschichte des Deutschen Ordens im Osten Europas, in deren Verlauf der Orden einen eigenen Staat mit dem Hauptsitz in der Marienburg gründete. Doch der Widerstand gegen die Macht des Ordens wuchs. 1410, in der legendären Schlacht von Tannenberg, unterlag das Heer des Deutschen Ordens einem polnisch-litauischen Koalitionsheer. Die Macht des Ritterordens begann zu bröckeln. Prof. Dr. Udo Arnold ist einer der renommiertesten Forscher zur Geschichte des Deutschen Ordens.

25. April, 15:00 - 17:00

60 Jahre Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Geschichten und Anekdoten rund um die Stiftung

Geschichten und Anekdoten rund um die Stiftung