Veranstaltungen

10. Januar - 21. Februar

Briefmarken der Französischen Besatzungszone 1945/46 bis 1949

Teil 3 der Ausstellung  (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Teil 3 der Ausstellung  (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

22. Januar - 29. März

Politische Karikaturen von Josef Čapek 1933–1938

Ausstellungseröffnung: 22 Januar 15.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22. Januar bis 29. März 2018

Die Wanderausstellung zeigt politische Karikaturen des…

Ausstellungseröffnung: 22 Januar 15.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22. Januar bis 29. März 2018

Die Wanderausstellung zeigt politische Karikaturen des tschechischen Malers und Schriftstellers Josef Čapek aus den späten 1930er-Jahren.
Josef Čapek, 1887 in Hronov (Nordböhmen) geboren, vermittelt in seinen Karikaturen auf eine ironische, gesellschaftskritische Weise seine Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus, des Krieges und der Not. Für sein Engagement für den Frieden und gegen den Nationalsozialismus wird Josef Čapek 1939 im Zuchthaus Pankrác/Prag inhaftiert. Von dort führt sein Leidensweg über die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald nach Sachsenhausen und schließlich nach einem weiteren Transport am 25. Februar 1945 nach Bergen-Belsen. Dort stirbt Josef Čapek in den ersten Apriltagen an Typhus. Čapeks Karikaturen bleiben als Warnung vor Krieg und Terror aktuell. Der Initiator der Ausstellung, Dr. Ulrich Grochtmann, geb. 1943 in Datteln, studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Germanistik an der Universität Köln. Nach mehreren Studienaufenthalten in Prag promovierte er über »Anarchosyndikalismus, Bolschewismus und Proletkult in der Tschechoslowakei 1918-1924«. Grochtmann begründete im Jahre 1983 die »Čapek-Gesellschaft für Völkerverständigung« mit, die seit Ende 1991 ihren Sitz in Hagen hat.
Ausstellungseröffnung und Einführungsvortrag von Dr. Ulrich Grochtmann (Hagen), Vorsitzender der »Čapek-Gesellschaft für Völkerverständigung«

Bild: The Institut of Art History, The Czech Academy of Sciences
24. Januar - 29. März

Josef Sudek. Topographie der Trümmer. Prag 1945

Ausstellungseröffnung: 24. Januar, 19.00 Uhr in Anwesenheit des Fotografen Vlado Bohdan
Laufzeit der Ausstellung: 25. Januar bis 29. März 2018


Der…

Ausstellungseröffnung: 24. Januar, 19.00 Uhr in Anwesenheit des Fotografen Vlado Bohdan
Laufzeit der Ausstellung: 25. Januar bis 29. März 2018


Der tschechischer Fotograf Josef Sudek (1896–1976) spazierte 1945 mit seiner Großformatkamera aus Holz durch das historische Stadtzentrum Prags und dokumentierte die Trümmer, die der Zweite Weltkrieg dort hinterlassen hatte – vor allem Kunstwerke und Denkmäler. Die Fotoausstellung konzentriert sich auf genau diese Aufnahmen Sudeks, die einen bedeutenden Platz in der Geschichte der Fotografie einnehmen. Seine Bilder bringen sowohl die Fragmente des bombardierten Emmausklosters zum Vorschein als auch Figuren von Prager Denkmälern, die man im Deutschen Reich einschmelzen wollte. Ein Teil dieser unbekannten Serie Sudeks zeigt Einwohner Prags, die ungläubig die ausgebrannten Torsi jahrhundertealter Denkmäler betrachten, vor allem das Altstädter Rathaus, dessen neugotischer Teil nach dem Krieg abgerissen werden musste. 
Kuratoren: Katarína Mašterová, Mariana Kubištová und Vojtěch Lahoda

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf und Institut für Kunstgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

Foto: Kandalowski-Gieseler
03. Februar, 19:00 - 21:00

»Manchmal ess ich morgens Brot« – Lebensläufe aus dem Ruhrgebiet

Eine audio-visuelle Lesung

Talal (Jg. 1967) aus Essen war Mathematikprofessor, in einem anderen Leben, im Irak. Heute hilft er Flüchtlingen. Haeng-Ja…

Eine audio-visuelle Lesung

Talal (Jg. 1967) aus Essen war Mathematikprofessor, in einem anderen Leben, im Irak. Heute hilft er Flüchtlingen. Haeng-Ja (Jg. 1947) aus Bochum isst mittlerweile manchmal morgens Brot – undenkbar, als sie vor fast 50 Jahren aus Korea ins Ruhrgebiet kam. Bergmannssohn Uwe (Jg. 1950) aus Dortmund floh vor 60 Jahren mit seiner Familie aus der DDR. Heute hat Uwe eine Dauerkarte fürs Westfalenstadion. Bridget (Jg. 1963) wurde in Kamerun geboren und bleibt vor allem in Bochum, weil ihr Mann hier glücklich ist.

Zwischen Halden und Heimat, Stadion und Strukturwandel hat sich Dokumentarfilmerin Undine Siepker (»Ali sein Garten«) auf die Suche nach Menschen und ihren Geschichten gemacht. Gefunden hat sie Erstaunliches, Tragisches, Schönes – und große Weisheit. Gelebte Ruhrgebietsgeschichte in Bild und Text: Anekdoten, Plädoyers, schmerzhafte Erinnerungen und gelebte Fragen verschmelzen zu einer großen audio-visuellen Erzählung. Die Schauspieler leihen den Protagonisten ihre Stimmen, geben ihre Erzählung, die verdichtete Geschichte ihres Lebens wieder, während die Protagonisten selbst diese in Videoaufnahmen ergänzen und sich den großen und winzig kleinen Fragen des Lebens widmen.

Mit Klara Eham, Alicja Rosinksi, Philipp Steinheuser und Johannes Hoff (Folkwang Universität der Künste). Regie: Undine Siepker, Dramaturgie: Eva Schuderer

Im Anschluss an die Vorführung beantworten die Regisseurin Undine Siepker und die Mitwirkenden  Fragen aus dem Publikum und erzählen vom Entstehen des Projekts.

14. Februar, 19:00 - 21:00

Generation »N« – Deutschböhme

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2016, 86 Min., OmU, Regie: Veronika Kupková, Olga Komarevtseva

Veronika Kupková und Olga Komarevtseva lassen in…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2016, 86 Min., OmU, Regie: Veronika Kupková, Olga Komarevtseva

Veronika Kupková und Olga Komarevtseva lassen in ihrem Film vertriebene und daheimgebliebene Sudetendeutsche von ihren Erfahrungen nach 1945 erzählen. Die vier betagten Zeitzeugen erinnern sich vor der Kamera an ihre bewegten, manchmal unglaublichen Schicksale. So konnte die Familie von Pauli Luft nur deshalb im Land bleiben, weil sie bei den Nachkriegstransporten der Deutschen aus der Tschechoslowakei einfach vergessen wurde. Und Simeon Schlosser verlor seine Heimat gleich zweimal: das erste Mal, als er vertrieben wurde, das zweite Mal, als seine Heimatstadt für einen Talsperrenbau geflutet wurde. Für ihren Film haben die beiden jungen Frauen aus Tschechien und Russland, die als Projektmanagerinnen in einer internationalen Freizeit- und Begegnungsstätte arbeiteten, den Deutsch-tschechischen Journalistenpreis 2017 in der Kategorie Multimedia erhalten. »Dank ihrer Eigeninitiative und der bewegenden menschlichen Aussagen der Protagonisten des Films haben die Autorinnen das Thema sowohl einem deutschen als auch einem tschechischen Publikum nähergebracht«, heißt es in der Begründung der Jury.
Im Anschluss beantworten die Regisseurinnen die Fragen des Publikums in einem Videogespräch.
In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

Mitglieder der ungarischen Jobbik sammeln sich gegen ein Treffen des Jüdischen Weltkongresses in Budapest 2013; Bild wikipedia
15. Februar, 19:00 - 21:00

Nationalismus im Osten Europas. 
Was Kaczyński und Orban mit Le Pen und Wilders verbindet.

Buchvorstellung und Gespräch mit Reinhold Vetter
Nationalistische und rechtspopulistische Kräfte haben derzeit in vielen europäischen Ländern eine…

Buchvorstellung und Gespräch mit Reinhold Vetter
Nationalistische und rechtspopulistische Kräfte haben derzeit in vielen europäischen Ländern eine Stärke, die noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte. Den Ursachen wie auch den Gemeinsamkeiten dieser Entwicklung, die nicht zuletzt die Europäische Union vor ungeahnte Herausforderungen stellt, geht Reinhold Vetter in seinem neuen Buch nach. Er ist ein ausgewiesener Kenner: Der studierte Politologe war viele Jahre als Korrespondent des ARD-Hörfunkprogramms und dann des Handelsblattes in Warschau und Budapest tätig. Er schreibt regelmäßig für die Neue Zürcher Zeitung.
In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.

18. Februar, 15:30 - 17:30

Benefizkonzert für das Kinderhospiz »Regenbogenland« Düsseldorf

mit Takao Hoshino (Bariton), Satsuki Wakabayashi (Klavier) und dem Japanischen Kinderchor

Lieder aus Japan und von Johannes Brahms, Walzer von Frédéric…

mit Takao Hoshino (Bariton), Satsuki Wakabayashi (Klavier) und dem Japanischen Kinderchor

Lieder aus Japan und von Johannes Brahms, Walzer von Frédéric Chopin u.a.

Mit freundlicher Unterstützung von

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Bürgerverein Düsseldorf- Lörick e.V.
Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf
Japanische internationale Schule e.V. in Düsseldorf


Eintritt frei

19. Februar, 19:00 - 21:00

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte unter neuer Leitung

Vortrag und Gespräch mit Kornelius Ens M. A.
Das Museum in Detmold kann inzwischen auf eine mehr als zwei Jahrzehnte umspannende Entwicklung…

Vortrag und Gespräch mit Kornelius Ens M. A.
Das Museum in Detmold kann inzwischen auf eine mehr als zwei Jahrzehnte umspannende Entwicklung zurückblicken. Seit der Eröffnung 1996 hat es sich zum zentralen Geschichtsort für alle diejenigen entwickelt, die Interesse an Geschichte und Kultur der Deutschen haben, die einst nach Russland ausgewandert sind und deren Nachkommen heute – nach vielfacher Verfolgung in der Sowjetunion – zumeist wieder in Deutschland leben. Das Museum hat bemerkenswerte- Modernisierungsetappen zurückgelegt: 2009 entstand ein Neubau, 2011 eröffnete die neu konzipierte Dauerausstellung. Im März 2017 trat Kornelius Ens M. A. die Nachfolge der Museumsleiterin Dr. Katharina Neufeld an. Der studierte Historiker und evangelische Theologe erläutert den gegenwärtigen Stand und die Zukunftsperspektiven des Museums.

22. Februar - 09. März

Briefmarken des Saarlandes 1947 bis 1957

Teil 4 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Teil 4 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Russische Gefangene nach der Schlacht bei Tannenberg
22. Februar, 18:00 - 20:00

Die Ostfront im Ersten Weltkrieg. 
Die Aktualität eines (fast) vergessenen 
Kriegsschauplatzes

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstraße 21, Warendorf

Im kollektiven Gedächtnis…

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstraße 21, Warendorf

Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen hat der Erste Weltkrieg einen festen Platz. Allerdings ist meist nur die Erinnerung an die Westfront präsent: Die Schrecken des Grabenkrieges sind nicht zuletzt durch besonders wirkungsmächtige Bücher – wie etwa Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues« – vielen noch immer gegenwärtig. Die einstigen Schlachtfelder, z. B. bei Verdun, sind bis heute Anziehungspunkte für historisch Interessierte.
Demgegenüber ist die Erinnerung an die Ostfront zwischen 1914 und 1918 weit weniger ausgeprägt. Wenn überhaupt, dann wird noch an den überraschenden deutschen Sieg über russische Truppen nahe des ostpreußischen Tannenberg (südlich des heutigen Olsztyn in Polen) im Spätsommer 1914 erinnert. Die folgenden Kampfhandlungen bis 1918 scheinen dagegen weitgehend vergessen zu sein – obwohl sie teilweise nicht minder heftig und verlustreich verliefen wie die »Materialschlachten« im Westen. Und obwohl die strategische Bedeutung der Ostfront für den Gesamtverlauf und die Ergebnisse des Ersten Weltkriegs keineswegs geringer war als die der Westfront. Bis heute wirken etwa manche Grenzfragen und -streitigkeiten nach, die sich aus der territorialen Umgestaltung des östlichen Mitteleuropa im Gefolge des Ersten Weltkriegs ergaben. Insofern sind einige Konsequenzen des »großen Krieges« bis heute aktuell.
In Kooperation mit: Kulturreferat Westpreußen

Bild: The Institut of Art History, The Czech Academy of Sciences
27. Februar, 19:00 - 21:00

»Josef Sudek: Topographie der Trümmer« – Entstehung und Hintergründe

Vortrag von Mariana Kubištová
Im Vortrag zur Ausstellung »Josef Sudek: Topographie der Trümmer. Prag 1945« spricht die Kunsthistorikerin Mariana…

Vortrag von Mariana Kubištová
Im Vortrag zur Ausstellung »Josef Sudek: Topographie der Trümmer. Prag 1945« spricht die Kunsthistorikerin Mariana Kubištová über die Entstehung und den historischen Kontext der umfangreichen Fotoserie von Josef Sudek, in der er die Schäden dokumentiert, die der Zweite Weltkrieg in Prag hinterlassen hat. Die komplette Serie besteht aus fast 400 Fotografien mit dokumentarischem, vor allem jedoch künstlerischem Charakter.
Mariana Kubištová (geb. 1981) absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte an der Prager Karls-Universität. Seit 2005 beschäftigt sie sich mit Architekturfotografie. Diese war auch das Thema ihrer Magisterarbeit und Dissertation. Von 2011 bis 2012 leitete Mariana Kubištová das Forschungsprojekt »Josef Sudek als Fotograf der Zwischenkriegsarchitektur«, 2016 bereitete sie eine Ausstellung zum selben Thema für das Kunstgewerbemuseum in Prag vor, wo sie seit 2010 als Kuratorin für die Design-Sammlung beschäftigt ist
In Kooperation mit: Tschechischen Zentrum Düsseldorf

Aufräumarbeiten-auf-dem-Friedhof-in-Klein-Paasken (Paski-Mały)
28. Februar, 18:00 - 20:00

Verlorene Dörfer in Masuren

Filmvorführung
In einem deutsch-polnischen Kooperationsprojekt des Gerhart-Hauptmann-Hauses haben Studierende aus Düsseldorf und Allenstein/Olsztyn im…

Filmvorführung
In einem deutsch-polnischen Kooperationsprojekt des Gerhart-Hauptmann-Hauses haben Studierende aus Düsseldorf und Allenstein/Olsztyn im Sommer 2017 zwei Friedhöfe der verlorenen Dörfer Klein und Groß Pasken/Paski Małe i Wielkie in Masuren wieder sichtbar gemacht und das Schicksal ihrer früheren Bewohner erforscht. Der Filmemacher Daniel Raboldt aus Düsseldorf hat die Arbeiten in den masurischen Wäldern und die Recherchen in den Archiven mit der Kamera dokumentiert. Sein Dokumentationsfilm präsentiert ein außergewöhnliches internationales Begegnungsprojekt zwischen Rheinland und Masuren.

06. März, 19:00 - 21:00

Politische Partizipation und Protestkultur der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik der 1970er- bis 2010er-Jahre

Vortrag von Dr. Viktor Krieger
Nicht erst seit der Bundestagswahl im September 2017 ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie das Wahlverhalten der…

Vortrag von Dr. Viktor Krieger
Nicht erst seit der Bundestagswahl im September 2017 ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie das Wahlverhalten der rund zwei Millionen Menschen aussieht, die als (Spät-)Aussiedler mit russlanddeutschen Wurzeln oder als deren Nachkommen in der Bundesrepublik Deutschland leben. Es wird zuletzt gestritten, ob es in dieser Bevölkerungsgruppe eine überdurchschnittlich große Unterstützung für die »Alternative für Deutschland« gibt oder nicht. Dr. Viktor Krieger ist ein ausgewiesener Experte für die Geschichte der Deutschen, die im Zarenreich und in der Sowjetunion beziehungsweise deren Nachfolgestaaten lebten und die nach langjähriger Verfolgung und Diskriminierung dort seit den 1970er-Jahren in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehrten. Er analysiert mit Blick auf die spezifischen historischen und kulturellen Voraussetzungen ihr politisches Verhalten in Deutschland.

Buchtitel; Verlag C.H. Beck
07. März, 19:00 - 21:00

Taxi am Shabbat. Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas

Lesung und Diskussion mit Eva Gruberová und Helmut Zeller
Eva Gruberová arbeitet als freie Journalistin und Filmautorin; sie ist Referentin in der KZ…

Lesung und Diskussion mit Eva Gruberová und Helmut Zeller
Eva Gruberová arbeitet als freie Journalistin und Filmautorin; sie ist Referentin in der KZ Gedenkstätte Dachau. Helmut Zeller leitet die Dachauer Redaktion der Süddeutschen Zeitung. 75 Jahre nach Beginn des Holocaust reisen beide an Orte, die vor dem Zweiten Weltkrieg Zentren des osteuropäischen Judentums waren und forschen nach, wie sich jüdisches Leben in sieben ehemals kommunistischen Ländern im Osten Europas nach 1945 entwickelt hat. Wurden Juden wieder in ihren Rechten anerkannt, ihr Eigentum restituiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen? Verschwand der Antisemitismus oder wurde er verdrängt? Wie spielt sich jüdisches Leben heute ab in Krakau, Prag oder Budapest? Sie sprechen mit den letzten Überlebenden, mit Rabbinern, Gemeindevertretern, jüdischen Intellektuellen, Museumsgründern, Friedhofswärtern, mit den Heimkindern in Odessa und den Bewohnern von Altersheimen, sie erzählen von Lebenserfahrungen, Regimewechsel und ihren Folgen. Für die jüdischen Gemeinden in Osteuropa wird in Zukunft viel davon abhängen, ob sie in ihren Ländern einen würdigen Platz in der Erinnerungskultur eingeräumt bekommen und kompromisslose Akzeptanz.
In Kooperation mit: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf

08. März, 18:00 - 20:00

Von Verdun nach Versailles – Die Endphase des Ersten Weltkriegs 1916–1918/20

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstr. 21, Warendorf

Ende 1916 sah sich die…

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstr. 21, Warendorf

Ende 1916 sah sich die deutsche Führung damit konfrontiert, dass ihr strategisches Konzept gescheitert war. Bei der Schlacht um Verdun hatte eine Entscheidung nicht erzwungen werden können. Der Krieg war spätestens zu diesem Zeitpunkt verloren. Zwei Jahre später lag die deutsche Niederlage offen zutage, obwohl die deutschen Streitkräfte Russland besiegt hatten, welches den harten Friedensvertrag von Brest-Litowsk (März 1918) akzeptieren musste. Die kurz darauf folgende militärische Katastrophe im Westen beruhte auf strategischen Fehlentscheidungen auf deutscher Seite, die dazu führten, dass die USA zum ersten Mal überhaupt seit April 1917 in einen militärischen Konflikt in Europa eingriffen. Der Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs war zudem mitbedingt durch die oft vernachlässigten Entwicklungen bei den Bündnispartnern, besonders in Österreich-Ungarn. Gegenüber 1914 hat sich mit den Friedenschlüssen von Versailles, Trianon und St. Germain (1919/20) nicht allein die politische Landkarte Europas grundlegend verändert, auch die globale Machtverteilung hatte sich mit weitreichenden Konsequenzen verschoben: Das Ende des Ersten Weltkrieges begründete die das restliche 20. Jahrhundert prägende Machtkonkurrenz zwischen den USA und der seit 1917 geschaffenen Sowjetunion.
In Kooperation mit: Kulturreferat Westpreußen

09. März, 19:00 - 21:00

Der Letzte der feurigen Liebhaber

Komödie von Neil Simon mit Maria und Peter Warkentin vom Russland-Deutschen Theater Niederstetten
Barney Silbermanns erotische Erfahrungen beschränken…

Komödie von Neil Simon mit Maria und Peter Warkentin vom Russland-Deutschen Theater Niederstetten
Barney Silbermanns erotische Erfahrungen beschränken sich nahezu ausschließlich auf eine monogame, bislang 23-jährige Ehe mit seiner grundanständigen Highschool-Freundin Helma. Jetzt, im Alter von 47 Jahren, möchte der Familienvater und Besitzer eines Fischrestaurants endlich seinen Horizont erweitern und – Torschlusspanik oder männliche Emanzipation? – einmal im Leben etwas Aufregendes erleben. Doch das ist leichter gesagt als getan! Und so erleben die Zuschauer einen linkischen Verführungsversuch nach dem anderen und amüsieren sich prächtig über Barneys grandioses Scheitern als wirklich allerletzter der feurigen Liebhaber.