Veranstaltungen

Panzer und Barrikaden an der Kreuzung Villányl Straße/Móricz-Zsigmond-Platz

Foto: Levente Zorkóczy, Archiv des Ungarisches Nationalmuseums
22. Oktober - 31. Januar

Oktober 1956. Ein verewigter Spiegel der Vergangenheit

Ausstellung

Eröffnung: 22.10.2018, 16:30 Uhr; Eröffnungsrede: Zoltan Balog, Beauftragter des Ministerpräsidenten von Ungarn
Laufzeit: 23.10. bis…

Ausstellung

Eröffnung: 22.10.2018, 16:30 Uhr; Eröffnungsrede: Zoltan Balog, Beauftragter des Ministerpräsidenten von Ungarn
Laufzeit: 23.10. bis Januar 2019

Levente Zorkóczy, Zeitzeuge des Ungarn-Aufstandes von 1956, präsentiert eine Auswahl von 20 schwarz-weiß Aufnahmen, die die Geschichte von 1956 aus einer persönlichen Perspektive erzählen.

In Kooperation mit: Ungarisches Konsulat

Die Delegation der Zionisten unter Führung Theodor Herzls (Mitte), die Ende Oktober 1898 nach Palästina kam, um mit Wilhelm II. zusammenzutreffen.
28. November - 28. Februar

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen« - Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa

Ausstellung

Eröffnung: 28. November, 18 Uhr

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das…

Ausstellung

Eröffnung: 28. November, 18 Uhr

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das gelobte Land eretz jisrael, das verstreute jüdische Volk. Unter dem Eindruck des aufkommenden Antisemitismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legte Theodor Herzl mit seinen Schriften die Grundlage für die zionistische Bewegung. Sie hatte die Wiederansiedlung von Juden in Palästina und den Aufbau eines Staatswesens zum Ziel.

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen« ermutigte Theodor Herzl in seinem utopischen Roman »Altneuland« zur Realisierung dieser Vision. Über 200.000 Juden kamen seit den 1880er-Jahren bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland in mehreren Einwanderungswellen nach Palästina, bis 1933 überwiegend aus Osteuropa. Polen bildete das Zentrum zionistischer Aktivität. Zionisten in Polen waren in zahlreichen Parteien, Vereinen und Jugendbewegungen organisiert. In Palästina organisierten sich die jüdischen Einwanderer in einer Gemeinschaft mit vorstaatlichen Strukturen, dem sogenannten Jischuw.

Während der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung nahm Palästina unter den Ländern, in denen europäische Juden Zuflucht fanden, einen besonderen Stellenwert ein. Flüchtlinge, die nach Palästina emigrierten, hofften auf einen jüdischen Nationalstaat, dessen Bürger und Bürgerinnen sie sein würden, und nicht, wie in allen anderen Exilländern eine gesellschaftliche Minderheit. Mit Kriegsende im Mai 1945 kam es zur Massenflucht jüdischer Holocaustüberlebender aus Osteuropa in die westlichen Besatzungszonen. Hier lebten sie in Auffanglagern als sogenannte »Displaced Persons« (DP). Für ca. eine Viertelmillion jüdische Menschen begann dort eine weitere ungewisse Wartezeit. Nur etwa 3.000 jüdischen DPs wurde zwischen 1945 und 1950 die Einreise nach Großbritannien erlaubt. Erst mit der Gründung des Staates Israel im Mai 1948 eröffnete sich die Chance auf einen Neubeginn. Bis Ende des Jahres trafen mehr als 100.000 jüdische Neueinwanderer in Israel ein; bis Dezember 1951 stieg ihre Zahl auf ca. 700.000. Die meisten Einwanderer kamen aus Osteuropa, wo sie von neuer anti-jüdischer Gewalt bedroht waren. Die im Gerhart-Hauptmann-Haus gezeigte Ausstellung wurde vom Haus der Heimat Baden Württemberg anlässlich der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren konzipiert und erinnert an die jüdischen Auswanderer. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Lebenswege und Personen, unter ihnen Lea Rabin (geb. Schloßberg), der Schriftsteller Max Brod, der Maler und Grafiker Jakob Steinhardt aus Posen und viele andere. Die Ausstellung erläutert die Gründe ihrer Emigration wie ihr Wirken in Kunst, Kultur und Bildung, in Gesellschaft und Politik.

Laufzeit der Ausstellung: 28.11.2018 bis 28.02.2019

In Kooperation mit: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia
24. Januar, 19:00 - 21:00

1918-1938-1968 – Wendepunkte in der Geschichte der Tschechoslowakei

Vortrag von Dr. Miroslav Kunštát

Die 1918 auf den Trümmern der Habsburgermonarchie gegründete Tschechoslowakei schwebte von Beginn an als…

Vortrag von Dr. Miroslav Kunštát

Die 1918 auf den Trümmern der Habsburgermonarchie gegründete Tschechoslowakei schwebte von Beginn an als verhältnismäßig kleiner Staat in der Gefahr, im Ringen der größeren europäischen Mächte um eine hegemoniale Stellung zwischen die Fronten zu geraten. Neben der schwierigen äußeren Stellung hatte sie zudem als multiethnisches Gebilde mit großen inneren Problemen zu kämpfen. Der Prager Historiker Miroslav Kunštát resümiert die großen Entwicklungslinien der tschechoslowakischen Geschichte im 20. Jahrhundert und richtet den Blick auf die Bedeutung von deren historischen Erbe in der heutigen Tschechischen Republik.

In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde DGO e. V. 

Quelle: Rose-Ausländer-Gesellschaft e.V.
27. Januar, 18:00 - 20:00

Rose Ausländer: »Wirf deine Angst in die Luft ...«

Konzertlesung
Veranstaltungsort: Maxhaus, Schulstr. 11, Düsseldorf

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust/Tages…

Konzertlesung
Veranstaltungsort: Maxhaus, Schulstr. 11, Düsseldorf

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust/Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert eine Vielzahl von Kooperationspartnern an die aus Czernowitz stammende Literatin Rose Ausländer, die 1988 in Düsseldorf verstarb. Das Programm »Wirf deine Angst in die Luft« beinhaltet die berühmtesten Gedichte der Dichterin, gesprochen von Alicia Fassel, ergänzt durch die Originalstimme von Rose Ausländer, eingespielt in O-Ton-Aufnahmen. Die von Jan Rohlfing eigens auf die Gedichte komponierte Musik greift die Inhalte und Stimmungen der Texte auf und stellt sie bildhaft und atmosphärisch, dicht und intensiv dar. Die Musik stellt sich dabei ganz in den Dienst der Sache und eröffnet dem Publikum die tiefe Emotionalität der Lyrik Rose Ausländers, in der die Dichterin Verfolgung, Ghetto, Flucht, Verlust der Muttersprache, Staaten- und Heimatlosigkeit verarbeitet. 

Nach der Begrüßung durch eine/n Vertreter/in der Landeshauptstadt Düsseldorf wird Herbert Rubinstein – wie Rose Ausländer geboren in Czernowitz – Worte des Gedenkens sprechen, ebenso Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes der Sinti und Roma NRW. 

Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ab 17.30 Uhr 

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte in Kooperation mit dem Maxhaus, dem Evangelischen Kirchenkreis, der Katholischen Kirche Düsseldorf, Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. Düsseldorf, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof, der DGB-Jugend Düsseldorf/Bergisches Land, dem Heinrich-Heine-Institut, dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, der Lobby für Demokratie und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.

29. Januar, 19:00 - 21:00

Max Brod – Ein Leben für Kafka?

Vortrag von Michael Serrer

Max Brod wurde 1884 in Prag geboren. Als er 1902 Franz Kafka kennenlernte, fand dieser in ihm einen Freund und Förderer:…

Vortrag von Michael Serrer

Max Brod wurde 1884 in Prag geboren. Als er 1902 Franz Kafka kennenlernte, fand dieser in ihm einen Freund und Förderer: Brod erkannte das Talent Kafkas und bestärkte ihn in seinem Schreiben. Er selbst wurde in diesen Jahren zu einem erfolgreichen Autor, Herausgeber und Kritiker – und zu einer wichtigen Figur in Prager Kunst- und Kulturkreisen. Er verhalf auch anderen Künstlern zum Durchbruch, mit Kafka aber verband ihn eine intensive Freundschaft. Als dieser 1924 jung starb, hinterließ er dem Freund nahezu alle unveröffentlichten Manuskripte (darunter die Romanfragmente »Der Prozess« und »Das Schloss«) und beauftragte ihn, sie zu verbrennen. Brod editierte und veröffentlichte sie stattdessen und verhalf Franz Kafka so posthum zu Weltruhm. Als er 1939 vor dem NS-Regime nach Palästina floh, nahm er Kafkas Vermächtnis mit und rettete es ein weiteres Mal vor der Vernichtung. Michael Serrer (Literaturbüro NRW) wird Arbeiten von Brod vorstellen und aus dem Leben des großen Literaturvermittlers berichten.

In Kooperation mit: Literaturbüro NRW

Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa. 

Rosa Luxemburg (rechts) und Clara Zetkin auf ihrem Weg zum SPD-Kongress in
Magdeburg, 1910

Quelle: Wikipedia
05. Februar, 19:00 - 21:00

»Ich war, ich bin, ich werde sein!« Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg (1871–1918)

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Ernst Piper 

Erst 100 Jahre nach ihrem gewaltsamen Tod liegt nun endlich eine moderne, wissenschaftlichen Ansprüchen…

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Ernst Piper 

Erst 100 Jahre nach ihrem gewaltsamen Tod liegt nun endlich eine moderne, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Biographie Rosa Luxemburgs vor – obwohl kein Zweifel daran bestehen kann, dass sie eine herausragende Gestalt der deutschen Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts war. Unumstritten war ihr Andenken indes nie und ist es bis heute nicht. Und das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für Polen: in Zamość, der Stadt unweit von Lublin, in der Rosa Luxemburg 1871 geboren wurde, ist im März 2018 die 1979 am früheren Wohnhaus der Familie Luxemburg angebrachte Gedenktafel auf Geheiß der Behörden entfernt worden. Grundlage dazu war das kurz zuvor in Kraft getretene »Gesetz gegen die Verbreitung von Kommunismus und anderen totalitären Systemen durch die Namen öffentlicher Gebäude und Einrichtungen«. Der renommierte Zeithistoriker Ernst Piper setzt sich in seinem neuen Buch umfassend mit der historischen Rolle Rosa Luxemburgs und ihrer Bewertung auseinander.

Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa. 

Bild: Heinrich Buttler
07. Februar, 19:00 - 21:00

Humboldtstraße Zwei. Das Schicksal einer deutschen Familie zwischen 1934 und 2014

Lesung und Gespräch mit Harald Gesterkamp

Der in Bonn lebende Harald Gesterkamp, Redakteur beim Deutschlandfunk, ist durch seine Familiengeschichte…

Lesung und Gespräch mit Harald Gesterkamp

Der in Bonn lebende Harald Gesterkamp, Redakteur beim Deutschlandfunk, ist durch seine Familiengeschichte auf das Thema seines Buches gestoßen. Seine Mutter und seine Großeltern stammen aus Niederschlesien. Gesterkamp erzählt in seinem spannenden und berührenden Roman die Geschichte der Familie Plackwitz über drei Generationen. Erich, in den 1930er-Jahren Amtsrichter in einer schlesischen Kleinstadt, muss entsetzt und hilflos zusehen, wie sich Deutschland immer mehr zu einem Unrechtsstaat entwickelt. Seine Tochter Elise muss das geliebte Elternhaus 1945 nach Studium und Flakhelferinneneinsatz aufgeben und gründet eine Familie in Westdeutschland. Andreas, ihr Sohn, begibt sich erst spät auf familiäre Spurensuche, ein Kriegstagebuch der Mutter hilft ihm dabei. Er greift Themen auf, die heute wieder verstärkt in das Bewusstsein rücken: die Leiden einer vertriebenen Generation, die Traumatisierung der Nachkommen, aber auch der Umgang mit der Erinnerung und dem Problem des Alterns in der modernen Welt.  

In Kooperation mit: Kulturreferat für Oberschlesien

Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa. 

Else Lasker-Schüler 1907
11. Februar, 19:00 - 21:00

»Else Lasker-Schüler kann von Lorbeerblättern nicht leben«. Vom Berliner Bohème-Leben in die Jerusalemer Exileinsamkeit

Vortrag und Lesung von Thomas B. Schumann, musikalische Umrahmung Akampita Steiner

Else Lasker-Schüler, 1869 in Wuppertal-Elberfeld geboren, ist laut…

Vortrag und Lesung von Thomas B. Schumann, musikalische Umrahmung Akampita Steiner

Else Lasker-Schüler, 1869 in Wuppertal-Elberfeld geboren, ist laut Gottfried Benn die »größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte«. Sie war eine herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus. Exotisches Rollenspiel und poetische Legendenbildung bestimmten ihre Vorstellung einer antibürgerlichen Literatur. Ihr bedeutendes Oeuvre ist einem tragischen Leben abgerungen: Früh verließ sie die Sicherheit einer bürgerlichen Existenz und schlug sich in einem zermürbenden Kampf gegen die Armut durch das schillernd-chaotische Berlin der zwanziger Jahre. Als Jüdin wurde sie ins Exil nach Palästina gezwungen, wo sie verarmt und vereinsamt 1945 starb. Mit hebräischem Liedgut, mit Gitarre, ausdrucksstarken Improvisationen und Gedichtvertonungen begleitet Akampita Steiner den Vortrag von Thomas B. Schumann. Thomas B. Schumann ist Autor, Herausgeber, Publizist, Redner, Ausstellungskurator und Kunstsammler. Sein Lebenswerk ist der deutschen Exilliteratur und Exilkunst nach 1933 gewidmet. 

Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa. 

13. Februar, 19:00 - 21:00

Milda

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 75 Min., OmeU, Regie: Pavel Křemen

In den letzten zwei Jahren vor der Samtenen Revolution war der heute…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 75 Min., OmeU, Regie: Pavel Křemen

In den letzten zwei Jahren vor der Samtenen Revolution war der heute fast hundertjährige Rentner Milda ein einflussreicher Politiker: er war der zuerst gefürchtete, später verlachte Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Regisseur Pavel Křemen ist es als bisher einzigem Dokumentarfilmer gelungen, Miloš Jakeš näherzukommen und mit ihm über sein Leben und seine Ansichten zu sprechen und ihn nach möglichen Einsichten zu fragen. Der Film bietet die einmalige Gelegenheit zu Einblicken in die Mentalität und Denkweise des einst mächtigen Mannes sowie zu Blicken hinter die Kulissen seines früheren Machtapparates. 

Einerseits ist Jakeš ein dogmatischer Kommunist fast stalinistischer Provenienz. Andererseits ist er ein einsamer alter Mann, der hinter seiner Überzeugung steht und keine Furcht vor Konfrontationen hat. Gerade um diese zwei Seiten ging es dem Regisseurs Pavel Křemen. Als Teil des Projektes »Česká radost« war der Film 2017 in den tschechischen Kinos zu sehen. Auf dem Internationalen Dokumetarfilmfestival Jihlava erhielt er in ebendieser Sektion den Preis der Studenten-Jury. 

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

Quelle: Wikipedia
21. Februar, 19:00 - 21:00

Die Zweite Polnische Republik 1918–1939. Fakten, Mythen und Legenden

Lesung und Gespräch mit Wolfgang Templin
Veranstaltungsort: Polnisches Institut, Citadellstraße 7, Düsseldorf

Die Zweite Republik der Polen gab es…

Lesung und Gespräch mit Wolfgang Templin
Veranstaltungsort: Polnisches Institut, Citadellstraße 7, Düsseldorf

Die Zweite Republik der Polen gab es gerade einmal zwei Jahrzehnte. Wie es dazu kam, erklärt der Publizist und Polenexperte Wolfgang Templin mit einem präzisen Blick auf rund eintausend Jahre Geschichte – vom Großreich der polnischen Piasten-Dynastie über die Zeit der Jagiellonen-Herrschaft, die polnischen Aufstände im 
18. Jahrhundert, die Napoleonischen Kriege, die Russische Revolution, den Ersten Weltkrieg und den Zerfall Europas. Den Schwerpunkt in der Vorstellung seines im Schöningh Verlag im vergangenen Jahr erschienenen Buches »Der Kampf um Polen. Die abenteuerliche Geschichte der Zweiten Polnischen Republik 1918-1939« legt Templin auf die polnische Staatsneugründung in ihrer Bedeutung für die europäische Nachkriegssituation.

In Kooperation mit: Polnisches Institut Düsseldorf und Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.

Bild: Kenji Higuchi
22. Februar - 10. Mai

Fukushima: Eine notwendige Erinnerung. Fotografien von Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr

Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des 8. Jahrestags der Dreifachkatastrophe in…

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr

Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des 8. Jahrestags der Dreifachkatastrophe in Fukushima zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kooperation mit dem aus japanischen und deutschen Mitgliedern bestehende Verein "Sayonara-Nukes-Düsseldorf" eine Ausstellung des Fotojournalisten Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg.

Eine von Giftgasen geschädigte Insel, Badegäste am Strand des nahen Mihama-Atomkraftwerks (AKW), Menschen mit Gesichtsmasken, verstrahlte Arbeiter in den AKWs, ein risikoreicher Atomtransport, verfälschte Strahlendosis-Daten – seit über 40 Jahren dokumentiert Kenji Higuchi Schicksale einzelner »Opfer des industriellen Wohlstands in Japan«, die unter Kernenergie, Atomkraft und Krieg gelitten haben und noch leiden. Seine eindrucksvollen Fotografien zeigen die Schattenseiten des rapiden wirtschaftlichen Wachstums in Japan, die Umweltschäden und die damit verbundenen Erkrankungen der Bevölkerung.

Bereits seit den 1970er-Jahren begleitet Higuchi japanische AKW-Leiharbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und großer Gefahr ausgesetzt sind. Higuchi fotografierte und dokumentierte auch die Nachwirkungen der Giftgasproduktion auf der vor Hiroshima gelegenen Insel Ōkunoshima. Nach dem Genfer Vertrag ist die Verwendung von Giftgas untersagt. Deshalb wurde die Existenz dieser Fabrik streng geheim gehalten und die Insel von der japanischen Landkarte gestrichen. 2001 erhielt Higuchi Kenji für seine Aufklärungsarbeit den Nuclear-Free-Future-Award der NGO »World Uranium Hearing«. 

Mit dieser Ausstellung erinnert das Gerhart-Hauptmann-Haus ebenfalls an die Aufnahme der deutsch-japanischen Beziehungen, die vor 160 Jahren mit der sogenannten Eulenburg-Mission begann. Der Ostpreuße Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg (geb. 1815 in Königsberg, gest. 1881 in Schöneberg) stand im Oktober 1859 als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister an der Spitze der Preußischen Ostasienexpedition. Durch Eulenburgs große Beharrlichkeit und Geschick kamen die Handels-, Freundschafts- und Schifffahrtsverträge 1861 mit Japan und zunächst dem Staat Preußen zustande. Deutsch-Japanische Gesellschaften gründeten sich in Deutschland seit den 1880er-Jahren.

In Kooperation mit:

  • Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund
  • IPPNW-Regionalgruppe Dortmund
Quelle: privat
06. März, 15:00 - 17:00

Bücher im Gespräch: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin von Freikorpssoldaten festgenommen, im Hotel Eden unter schweren Misshandlungen…

Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin von Freikorpssoldaten festgenommen, im Hotel Eden unter schweren Misshandlungen verhört und anschließend ermordet. Die Tat rief nicht nur bei der politischen Linken Entsetzen und Empörung hervor. Was genau geschah am 15. Januar? Wofür sind die beiden Revolutionsführer gestorben? Wer waren die Täter und in wessen Auftrag handelten sie? Zum hundertsten Todestag stehen Neuerscheinungen über Luxemburg, Liebknecht und die Vorgänge im Januar 1919 im Mittelpunkt der Reihe »Bücher im Gespräch«. 

Anmeldung bis 05.03. unter bibliothek@g-h-h.de oder 0211-16991-30 

06. März, 19:00 - 21:00

Ein phantastischer Realist aus Oberschlesien. Der Schriftsteller August Scholtis – zum 50. Todestag

Bebilderter Vortrag von Peter Börner

August Scholtis, geboren 1901 in Bolatitz (Bolatice), stammte aus dem Hultschiner Ländchen, einem Teil…

Bebilderter Vortrag von Peter Börner

August Scholtis, geboren 1901 in Bolatitz (Bolatice), stammte aus dem Hultschiner Ländchen, einem Teil Oberschlesiens, der nach dem Ersten Weltkrieg an die Tschechoslowakei fiel. Seine Bedeutung für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts verdankt er vor allem seinem Debütroman »Ostwind« (1932). Darin entwickelt der später lange in Berlin lebende Schriftsteller in höchst eigenwilliger, fesselnder Weise ein Kaleidoskop der uns historisch fremd gewordenen und kulturell wohl vielen immer fremd gebliebenen slawisch-deutschen Welt Oberschlesiens. Die Lektüre ist bis heute ein Leseabenteuer. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Scholtis nicht wieder an die Erfolge seines ersten Romans anknüpfen, sein Reisebericht »Reise nach Polen« (1962) griff der Verständigung mit Polen in der Brandt-Ära voraus. Der Vortrag gibt Einblicke in das erzählerische Gesamtwerk und seine Rezeption, nicht zuletzt in Tschechien und Polen, und er vermittelt – im 50. Todesjahr des Autors – einen Eindruck seiner nicht unumstrittenen Persönlichkeit.

In Kooperation mit: Kulturreferat für Oberschlesien

Quelle: Wikipedia
11. März, 18:00 - 20:00

Von der Baba Jaga zur modernen Babuschka

Vortrag zum Internationalen Frauentag von Natascha Janovskaja

Im russischen Märchen spielt eine alte, runzelige Hexe eine wichtige Rolle: Baba Jaga.…

Vortrag zum Internationalen Frauentag von Natascha Janovskaja

Im russischen Märchen spielt eine alte, runzelige Hexe eine wichtige Rolle: Baba Jaga. Sie wohnt in einem Holzhäuschen auf Hühnerbeinen und kann sowohl gut als auch böse sein. Die Figur der älteren weiblichen Gestalt, die Menschen manchmal hilfreich, manchmal bedrohlich entgegenkommt, ist in der russischen Literatur gut bekannt, sie tritt etwa in der Gestalt von Puschkins Kindermädchen, Arina Radionowa, auf. Doch auch die moderne russische Gegenwartsprosa beschäftigt sich mit älteren Frauen: Die Babuschka kommt auf den sibirischen Baustellen der Stalin-Zeit vor, sie hat ihren Platz in der Dorfprosa, aber sie findet auch Platz in den Werken von in Deutschland lebenden russischsprachigen Schriftstellerinnen wie Viktórija Tokarewa, Lena Gorelik oder Olga Kaminer. Natascha Janovskaja untersucht das Bild der Babuschka von der mythischen Märchengestalt bis zur aktiven Großmutter der heutigen Zeit.

Quelle: Wikipedia
12. März - 03. Mai

Die deutsche Minderheit in Rumänien – Geschichte und Gegenwart im vereinten Europa

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler…

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler aus Luxemburg, Lothringen und den Bistümern Köln und Trier in das Gebiet des heutigen Transsylvaniens. Man bezeichnete sie später als Siebenbürger Sachsen. Im 18. Jahrhundert folgten Auswanderer aus Süddeutschland, die sich im damals dem Habsburger Reich zugehörigen Banat niederließen. 750.000 Deutsche lebten vor dem Zweiten Weltkrieg in Rumänien: Mit rund vier Prozent der Bevölkerung stellten sie damals nach den Ungarn die zweitgrößte Minderheit des Landes.

Die Minderheit reduzierte sich durch die Zwangsumsiedlungen der Nationalsozialisten, Flucht und Verschleppungen nach dem Einmarsch der Roten Armee während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1970er- und 1980er-Jahren verließen Zehntausende Deutsche – durch Westdevisen freigekauft – den unter dem sozialistischen Diktator Nicolae Ceauşescu zunehmend verarmenden Karpatenstaat. Nach dem Fall des Diktators und der Öffnung des »Eisernen Vorhangs« folgte Anfang der 1990er-Jahre ein Massenexodus der deutschen Minderheit. Allein 1990 und 1991 schrumpfte sie auf ca. 60.000 Menschen, für die sich das Leben radikal ändern.

Gezeigt wurde die vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest erstellte Ausstellung im vergangenen Jahr u. a. im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, in Liechtenstein und im Europäischen Parlament in Brüssel. Referenten: Dr. Paul Jürgen Porr und Benjamin Jozsa (Vorsitzender und Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien) sowie Rainer Lehni, Vorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Düsseldorf.

Laufzeit der Ausstellung: 13.03. – 03.05.2019

In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen und Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien

Mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest